Grundsatz: Kritische Produkte, Leistungen und Prozesse müssen bei einer Unterbrechung innerhalb bestätigter Ziele auf einem festgelegten Mindestniveau fortgeführt oder wiederhergestellt werden können.
Aktivierungsregel: Bei Gefahr für Menschen werden zuerst die örtlichen Alarmierungs-, Evakuierungs- und Notfallwege genutzt. Bei einer erheblichen oder länger andauernden Betriebsunterbrechung aktiviert die befugte Rolle den passenden Notfall-, Kontinuitäts- oder Krisenplan.
Entwurfswarnung: Geschäftsprozesse, Kritikalitäten, MTPD, RTO, RPO, Mindestbetriebsniveau, Ersatzverfahren, Rollen, Kontakte und Übungsergebnisse sind noch nicht organisationsbezogen bestätigt. Diese Musterseite ist ohne Business-Impact-Analyse, freigegebene Pläne und erfolgreiche Übungen kein Nachweis einer funktionsfähigen Notfallvorsorge.
| Feld | Wert |
|---|---|
| Dokumenten-ID | ISMS-MA-05-03 |
| Dokumentenart | BCM-Verfahren / Rahmenplan zur Notfallvorsorge |
| Wiki.js-Pfad | /ISMS/05-Vorfaelle-und-Notfallmanagement/Notfallvorsorge-und-BCM |
| Verantwortlich | BCM-Verantwortliche/r |
| Fachlich geprüft durch | Geschäftsführung, Fachbereiche, IT, ISMS, Standortleitung, Arbeitssicherheit, Einkauf und Krisenmanagement |
| Freigabe durch | Geschäftsführung |
| Status | Entwurf – BIA, Zielwerte und Einsatzfähigkeit nicht freigegeben |
| Version | 0.7 |
| Stand | 10.08.2026 |
| Nächste Prüfung | Mindestens jährlich sowie nach Übungen, Unterbrechungen und wesentlichen Änderungen |
| Schutzklasse | Intern |
| ISO-Bezug | ISO/IEC 27001:2022, insbesondere Annex A 5.29, 5.30, 7.5, 7.11, 8.13 und 8.14 |
| VDA-ISA-Bezug | ISA 6.0.3, insbesondere Kapitel 1.6 sowie verfügbarkeitsbezogene Anforderungen |
| Ergänzende Orientierung | ISO 22301:2019 einschließlich Amd 1:2024, ISO/IEC 27031:2025 und BSI-Standard 200-4 |
Business-Impact-Analyse, Strategien, Pläne, Übungen und fortlaufende Verbesserung. Eigene redaktionelle SVG-Grafik. Zum Vergrößern öffnen.
Der Baustein verbindet ein typisches Unterbrechungsszenario mit den fachlichen Zielgrößen MTPD, RTO und RPO. Er zeigt, welche Abhängigkeiten in einer Übung berücksichtigt werden sollten und ob zwischen geplantem Wiederanlauf und maximal tolerierbarer Unterbrechungsdauer eine zeitliche Reserve besteht.
Technischer Einbindungshinweis: Wenn dieser Hinweis sichtbar bleibt oder die Auswahl nicht reagiert, fehlen das Seitenskript oder der Seitenstil. In Wiki.js unter Seiteneigenschaften → Skripte den JavaScript-Baustein einschließlich <script>…</script> und unter Stile den CSS-Baustein einschließlich <style>…</style> speichern.
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MTPD und RTO als positive Stundenwerte eintragen. RPO kann bei fehlender fachlicher Bestätigung offen bleiben.
🔴 Rot – Szenario, konsistente Zielzeiten und wesentliche Vorsorgeelemente sind noch nicht ausreichend vorbereitet.
Aussagegrenze: Eingaben werden nicht gespeichert. Der Baustein prüft nur einfache Planungslogik; er ersetzt keine BIA, Risikobewertung, Strategieentscheidung, Übung, Freigabe oder fachliche Wirksamkeitsbewertung. Keine vertraulichen Prozess-, System-, Kontakt- oder Kundendaten eingeben.
Die folgenden Werte dienen nur zur Veranschaulichung und sind nicht für eine reale Organisation freigegeben.
| Element | Beispiel |
|---|---|
| Kritische Leistung | Geschützte Bereitstellung priorisierter Kundenunterlagen |
| MTPD | 24 Stunden – danach werden wesentliche Vertrags- und Kundenfolgen erwartet |
| RTO | 8 Stunden bis zu einem kontrollierten Mindestbetrieb |
| RPO | 4 Stunden tolerierbarer Datenverlust; technische Erreichbarkeit noch zu testen |
| Mindestbetriebsniveau | Freigegebene Unterlagen für priorisierte Kunden, reduzierte Kapazität von 40 Prozent |
| Abhängigkeiten | Identitätsdienst, DNS, saubere Endgeräte, geprüfte Sicherung, Fachfreigabe, Kundenkontakt und externer IT-Dienstleister |
| Übung | Tabletop mit technischer Restore-Stichprobe und Entscheidung über einen vom kompromittierten Normalbetrieb getrennten Ersatzweg |
| Erfolgskriterien | Aktivierung innerhalb 30 Minuten, Mindestbetrieb innerhalb 8 Stunden, Datenstand innerhalb des RPO und keine ungeprüfte Rückkehr in kompromittierte Systeme |
| Nachweis | Zeitprotokoll, Wiederherstellungsergebnis, Sicherheitsfreigabe, Abweichungen, Maßnahmen und erfolgreicher Retest |
Im Beispiel beträgt die rechnerische Reserve zwischen RTO und MTPD 16 Stunden. Diese Reserve ist nur dann belastbar, wenn alle benötigten Abhängigkeiten rechtzeitig verfügbar sind und die Wiederherstellung praktisch innerhalb der Zielzeit funktioniert.
Dieses Verfahren beschreibt, wie die Organisation:
Business Continuity Management – BCM – ist ein fortlaufender Managementprozess. Es besteht nicht nur aus Datensicherung oder technischer Wiederherstellung.
Das BCM gilt für den festgelegten ISMS-Geltungsbereich und die Standorte sowie für externe Abhängigkeiten, deren Ausfall den Geltungsbereich wesentlich beeinträchtigen kann.
Einbezogen werden insbesondere:
Organisationseinheiten außerhalb des formalen Geltungsbereichs werden berücksichtigt, wenn eine relevante Abhängigkeit oder Auswirkung besteht.
| Verfahren | Hauptzweck | Schnittstelle zum BCM |
|---|---|---|
| Arbeitsschutz, Brandschutz und Gefahrenabwehr | Menschen schützen und unmittelbare Gefahren beherrschen | Hat bei Gefahr Vorrang; BCM organisiert Fortführung und Wiederaufnahme |
| Meldeweg für Sicherheitsvorfälle | Verdächtige Ereignisse schnell melden und eskalieren | Kann Incident-, Notfall- oder Krisenprozess auslösen |
| Incident Response | Informationssicherheitsvorfälle analysieren, eindämmen, bereinigen und sicher wiederherstellen | Liefert technische Lage und Sicherheitsfreigabe |
| BCM | Kritische Leistungen während einer Unterbrechung fortführen oder rechtzeitig wiederherstellen | Definiert BIA, Ziele, Strategien und Kontinuitätspläne |
| IT Service Continuity/Disaster Recovery | IKT-Services entsprechend den Geschäftsanforderungen wiederherstellen | Setzt bestätigte BCM-Ziele technisch um |
| Krisenmanagement | Außergewöhnliche, bereichsübergreifende Lage auf Leitungsebene steuern | Übernimmt strategische Entscheidungen und Gesamtkommunikation |
| Risikomanagement | Risiken identifizieren, bewerten und behandeln | Liefert Gefährdungen; BCM liefert Auswirkungen und Vorsorgemaßnahmen |
Mehrere Verfahren können parallel aktiv sein. Die jeweilige Leitung, Gesamtkoordination und Entscheidungsbefugnis werden ausdrücklich festgelegt.
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Betriebsunterbrechung | Ereignis, das die planmäßige Bereitstellung von Produkten, Leistungen oder Prozessen beeinträchtigt |
| Notfall | Erhebliche Unterbrechung, die mit der normalen Aufbau- und Ablauforganisation nicht angemessen bewältigt werden kann |
| Krise | Außergewöhnliche, unsichere und häufig organisationsweite Lage mit hohem Entscheidungs- und Koordinationsbedarf |
| Business-Impact-Analyse – BIA | Strukturierte Analyse der zeitabhängigen Auswirkungen einer Unterbrechung und der erforderlichen Wiederanlaufprioritäten |
| MTPD | Maximal tolerierbare Dauer einer Unterbrechung, bevor die Auswirkungen für die Organisation nicht mehr akzeptabel sind |
| RTO | Zielzeit, innerhalb derer eine Aktivität oder Ressource nach einer Unterbrechung wieder verfügbar sein soll |
| RPO | Maximal angestrebter Zeitraum des tolerierbaren Datenverlusts, ausgedrückt als Wiederherstellungspunkt |
| Mindestbetriebsniveau | Vorab festgelegte, akzeptable Mindestkapazität einer Leistung während der Unterbrechung |
| Wiederanlaufpriorität | Abgestimmte Reihenfolge, in der Aktivitäten und Ressourcen wiederhergestellt werden |
| Notbetrieb | Zeitlich begrenzte Leistungserbringung mit Ersatzverfahren, reduzierter Kapazität oder erhöhtem kontrolliertem Risiko |
| Rückkehr zum Normalbetrieb | Kontrollierter Übergang vom Not- oder Wiederanlaufbetrieb zum regulären Betrieb |
| Rolle | Verantwortung |
|---|---|
| Geschäftsführung | BCM-Rahmen, Ressourcen, Prioritäten, Risikoentscheidungen und Krisenorganisation freigeben |
| BCM-Verantwortliche/r | BCM-Prozess koordinieren, BIA und Pläne steuern, Übungen planen und Status berichten |
| Prozess-/Produktverantwortliche | Auswirkungen, Mindestbetriebsniveau, MTPD, RTO, Ressourcen und Ersatzverfahren bestimmen |
| IT-/ITSCM-Verantwortung | IKT-Wiederanlaufplanung aus BCM-Zielen ableiten und technische Tests durchführen |
| ISMS-Verantwortung | Sicherheitsanforderungen im Normal-, Not- und Wiederanlaufbetrieb sicherstellen |
| Krisenleitung | Strategische Lageführung, Priorisierung, Ressourcen- und Kommunikationsentscheidungen treffen |
| Notfall-/Einsatzkoordination | Operative Maßnahmen am Ereignis- oder Standortbezug koordinieren |
| Standort-/Facility-Verantwortung | Gebäude, Zutritt, Versorgung, Ausweichflächen und Standortgefahren behandeln |
| Arbeitssicherheit/Brandschutz | Personenbezogene Gefahrenabwehr und gesetzliche Notfallorganisation koordinieren |
| Personalwesen | Personalverfügbarkeit, Betreuung, Vertretungen und interne Kommunikation unterstützen |
| Einkauf/Lieferantenmanagement | Kritische Lieferanten, Verträge, Eskalationen, Alternativen und Nachweise steuern |
| Datenschutz/Recht/Compliance | Pflichten, Grenzen von Ersatzverfahren, Meldungen und Dokumentation prüfen |
| Kommunikation | Freigegebene interne und externe Kommunikation vorbereiten und steuern |
| Beschäftigte | Alarmierungen befolgen, Vorfälle melden und freigegebene Notverfahren anwenden |
Vor der Freigabe werden mindestens festgelegt:
| Phase | Kernaktivität | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1. Rahmen festlegen | Scope, Rollen, Kriterien, Ressourcen und Dokumentation definieren | Freigegebener BCM-Rahmen |
| 2. Geschäft verstehen | BIA, Abhängigkeiten und Gefährdungen analysieren | Priorisierte Prozesse und bestätigte Anforderungen |
| 3. Strategien bestimmen | Vorsorge-, Fortführungs- und Wiederherstellungsoptionen auswählen | Freigegebene BCM-Strategien |
| 4. Pläne entwickeln | Alarmierung, Notbetrieb, Krise, Wiederanlauf und Rückkehr planen | Rollenbezogene, verfügbare Pläne |
| 5. Befähigen und üben | Schulungen, Tests und Übungen durchführen | Nachgewiesene Einsatzfähigkeit |
| 6. Bewerten und verbessern | Kennzahlen, Audits, Reviews und Maßnahmen steuern | Aktuelles und wirksames BCM |
Die BIA wird für alle relevanten Produkte, Leistungen und Prozesse innerhalb des BCM-Geltungsbereichs durchgeführt. Prozesslandkarte, Asset-Inventar, Verträge, Risiken und Abhängigkeiten werden als Eingaben verwendet.
Vor Beginn werden festgelegt:
| Kategorie | Zu prüfende Auswirkungen |
|---|---|
| Menschen und Sicherheit | Verletzung, Gesundheitsgefährdung, fehlende Schutz- oder Versorgungsfunktion |
| Kunden und Markt | Leistungsausfall, Vertragsverletzung, Kundenstillstand, Vertrauensverlust |
| Recht und Compliance | Fristversäumnis, Meldepflicht, Genehmigung, Dokumentations- oder Aufbewahrungsverstoß |
| Finanzen | Umsatz-/Deckungsbeitragsverlust, Vertragsstrafe, Mehrkosten, Forderungsausfall |
| Produktion/Betrieb | Kapazitätsverlust, Ausschuss, Rückstau, fehlende Steuerung oder Qualität |
| Information und Datenschutz | Verlust von Verfügbarkeit, Integrität, Vertraulichkeit oder Nachweisfähigkeit |
| Reputation | Negative Wahrnehmung bei Kunden, Beschäftigten, Partnern oder Öffentlichkeit |
| Strategie | Verlust wichtiger Chancen, Marktposition, Entwicklung oder langfristiger Fähigkeiten |
| Umwelt und Standort | Freisetzung, Umweltschaden, Standortbeeinträchtigung oder behördliche Einschränkung |
| Feld | Eintrag |
|---|---|
| BIA-ID | [BIA-JJJJ-NNN] |
| Produkt/Leistung/Prozess | [Bezeichnung] |
| Prozessverantwortung | [Rolle] |
| Standorte/Betriebszeiten | [Standort/Zeitraum/Spitzen] |
| Kritische Fristen | [Recht/Vertrag/Betrieb] |
| Auswirkung nach Zeit | [Zeitpunkt, Kategorie, Schwere, Begründung] |
| MTPD | [Bestätigter Wert oder offen] |
| Mindestbetriebsniveau | [Kapazität/Qualität/Leistungsumfang] |
| RTO Prozess | [Bestätigter Wert oder offen] |
| RPO/Informationsbedarf | [Bestätigter Wert oder nicht zutreffend mit Begründung] |
| Personalbedarf | [Rollen, Anzahl, Zeitpunkt, Vertretung] |
| Informationen/Unterlagen | [Daten, Formulare, Pläne, Schutzbedarf] |
| IT-/OT-Abhängigkeiten | [Services, Systeme, Netze, Anlagen] |
| Gebäude/Versorgung | [Flächen, Strom, Klima, Wasser, Zutritt] |
| Lieferanten/Partner | [Leistung, Kontakt, Abhängigkeit, Alternative] |
| Vor-/Nachprozesse | [Abhängigkeiten und Zielzeiten] |
| Ersatzverfahren | [Vorhanden/geplant/nicht möglich] |
| Annahmen und Lücken | [Offene Punkte] |
| Fachliche Freigabe | [Rolle, Datum, Status] |
Die BCM-Verantwortung prüft:
Für kritische Prozesse werden Abhängigkeiten nicht nur in Freitext, sondern strukturiert erfasst.
| Ressourcenkategorie | Mindestprüfung |
|---|---|
| Personal | Schlüsselrollen, Mindestbesetzung, Vertretung, Erreichbarkeit, Remote-Fähigkeit |
| Informationen | Verfügbarkeit, Aktualität, Integrität, Vertraulichkeit, Offline-Zugriff |
| IT/Cloud | Anwendungen, Identitäten, Netze, Endgeräte, Provider, Protokolle, Administrationszugang |
| OT/Produktion | Anlagen, Steuerungen, Sicherheitsfunktionen, Werkzeuge, Prüfmittel, Hersteller |
| Gebäude | Arbeitsplatz, Produktion, Lager, Technikraum, Zutritt, Schutz und Ausweichfläche |
| Versorgung | Strom, USV, Generator, Klima, Wasser, Telekommunikation, Treibstoff |
| Lieferanten | Leistung, Konzentrationsrisiko, Region, Eskalation, Alternative, Wiederanlaufzusage |
| Logistik | Transport, Zufahrt, Zoll, Verpackung, Lager und kritische Routen |
| Finanzen | Zahlungsverkehr, Liquidität, Notbeschaffung und Zeichnungsbefugnis |
| Kommunikation | Telefonie, E-Mail, Out-of-Band-Kanal, Warnung, Kunden- und Medienwege |
Abhängigkeiten werden mit dem Asset-Inventar, dem Risikoregister und kritischen Lieferanteninformationen abgeglichen.
Die BIA bewertet die Auswirkungen einer Unterbrechung. Ergänzend bewertet die Gefährdungs- und Szenarioanalyse Ursachen, Eintrittsmöglichkeiten und Vorsorgebedarf.
| Szenariogruppe | Beispiele |
|---|---|
| Personal | Pandemie, Massenabwesenheit, Streik, Ausfall von Schlüsselpersonen |
| Gebäude/Standort | Brand, Rauch, Wasser, Zutrittsverbot, Bombenfund, Gebäudeschaden |
| Versorgung | Strom-, Klima-, Wasser-, Telekommunikations- oder Treibstoffausfall |
| IT/Cyber | Ransomware, Identitätsausfall, Netzstörung, Datenkorruption, Cloud-Ausfall |
| OT/Produktion | Maschinen-, Steuerungs-, Werkzeug-, Prüfmittel- oder Sicherheitsfunktionsausfall |
| Lieferkette | Lieferantenausfall, Transportstörung, Engpass, geopolitisches Ereignis |
| Information | Verlust, Manipulation, Nichtverfügbarkeit oder fehlende Nachweisfähigkeit |
| Natur und Klima | Hochwasser, Starkregen, Sturm, Hitze, Waldbrand, lang anhaltende Extremwetterlage |
| Extern/gesellschaftlich | behördliche Anordnung, Infrastrukturstörung, Unruhen oder regionale Einschränkung |
Die Klimarelevanz wird entsprechend der Kontextanalyse dokumentiert geprüft. Eine pauschale Einstufung als „nicht relevant“ ohne nachvollziehbare Bewertung ist nicht ausreichend.
Wie die Szenariogruppen in einer praxistauglichen Arbeitshilfe mit Dummy-Assets, Zielzeiten, Notbetrieb und Maßnahmenplänen zusammengeführt werden können, zeigt die Seite BCM-Szenarien und Notfallpläne – Musterbeispiele. Alle dort verwendeten Angaben sind fiktiv; die Seite ersetzt weder eine organisationsbezogene BIA noch freigegebene und getestete Notfallpläne.
Strategien werden anhand folgender Kriterien bewertet:
| Bereich | Mögliche Optionen |
|---|---|
| Personal | Vertretung, Cross-Training, Schichtmodell, Remote-Arbeit, externer Spezialist |
| Prozess | Priorisierung, reduzierte Leistung, manuelles Ersatzverfahren, Auftragsumleitung |
| Information | geschützte Offline-Unterlagen, redundante Ablage, definierte Datenrekonstruktion |
| IT/Cloud | Redundanz, alternative Region/Provider, Ersatzsystem, Wiederaufbau, manuelles Verfahren |
| OT/Produktion | Ersatzmaschine, Fremdfertigung, alternative Linie, sichere manuelle Steuerung |
| Gebäude | Ausweichfläche, Homeoffice, Verlagerung, gegenseitige Standortunterstützung |
| Versorgung | USV, Generator, zweite Einspeisung, mobile Versorgung, priorisierte Abschaltung |
| Lieferant | Zweitquelle, Sicherheitsbestand, Rahmenvertrag, alternative Spezifikation |
| Kommunikation | alternative Telefonie, Warnsystem, Out-of-Band-Kanal, Offline-Kontaktliste |
| Feld | Dokumentation |
|---|---|
| BIA-/Szenariobezug | [Referenz] |
| Zielwerte | [MTPD/RTO/RPO/Mindestbetriebsniveau] |
| geprüfte Optionen | [Option, Nutzen, Risiko, Kosten] |
| ausgewählte Strategie | [Beschreibung] |
| verbleibende Lücken/Risiken | [Risikoreferenz] |
| Umsetzung und Finanzierung | [Owner, Termin, Budget] |
| Freigabe | [Rolle, Datum] |
| Testmethode | [Übung/Test und Erfolgskriterien] |
Nicht umgesetzte oder nicht ausreichend getestete Strategien werden nicht als vorhandene Fähigkeit dargestellt.
| Plan | Inhalt | Owner |
|---|---|---|
| Alarmierungs- und Eskalationsplan | Auslöser, Kontakte, Vertretungen und Ausfallkanäle | BCM/Krisenmanagement |
| Krisenmanagementplan | strategische Lageführung, Entscheidungen, Kommunikation und Ressourcen | Krisenleitung |
| Standortnotfallplan | Evakuierung, Zutritt, Versorgung, Sammelpunkte und lokale Maßnahmen | Standortleitung |
| Business-Continuity-Plan – BCP | Fortführung kritischer Prozesse und Mindestbetriebsniveau | Prozessverantwortung |
| IT-/OT-Wiederanlaufplan | technische Wiederherstellungsreihenfolge und Abhängigkeiten | IT-/OT-Verantwortung |
| Kommunikationsplan | Beschäftigte, Kunden, Lieferanten, Behörden und Öffentlichkeit | Kommunikation/Recht |
| Rückkehrplan | Übergang vom Notbetrieb in den Normalbetrieb | Prozess-/Betriebsverantwortung |
Die Pläne müssen auch dann erreichbar sein, wenn das normale Wiki, Netzwerk, Identitätssystem, Gebäude oder die Telefonanlage ausfällt. Offline- oder Out-of-Band-Kopien werden geschützt, versioniert und regelmäßig getestet.
| Abschnitt | Mindestinhalt |
|---|---|
| Plan-ID und Geltung | Prozess, Standort, Version, Owner und Schutzklasse |
| Aktivierung | Auslöser, Befugnis, Alarmierung und Eskalation |
| Ziel | Mindestbetriebsniveau, MTPD, RTO und RPO |
| Rollen | Leitung, Team, Vertretungen, Kontakte und Befugnisse |
| Lageprüfung | Personal, Standort, Systeme, Daten, Lieferanten und Kunden |
| Sofortmaßnahmen | Personenschutz, Schadenbegrenzung und Informationssicherheit |
| Ersatzverfahren | Schritte, benötigte Mittel, Kapazität und Grenzen |
| Ressourcen | Personal, Informationen, Technik, Räume, Versorgung und Lieferanten |
| Kommunikation | Zielgruppen, Vorlagen, Freigaben und Ausfallkanäle |
| Wiederanlauf | Reihenfolge, Abhängigkeiten, Tests und Freigaben |
| Rückkehr | Datenabgleich, Rückstände, Übergabe, Aufhebung und Nachbereitung |
| Nachweise | Lageprotokoll, Entscheidungen, Checklisten und Abschlussbericht |
| Feld | Eintrag |
|---|---|
| Plan-ID | [BCP-NNN] |
| Prozess/Leistung | [Bezeichnung] |
| Planverantwortung | [Rolle] |
| Aktivierungsbefugnis | [Rolle/Stellvertretung] |
| MTPD | [Bestätigter Wert] |
| RTO | [Bestätigter Wert] |
| RPO | [Bestätigter Wert oder begründete Nichtrelevanz] |
| Mindestbetriebsniveau | [Kapazität/Qualität] |
| Primärer Notbetriebsort | [Ort/Verfahren] |
| Alternative | [Ort/Verfahren] |
| Offline-Ablage | [Geschützter Ort] |
| Letzter Test | [Datum, Umfang, Ergebnis] |
| Nächste Prüfung | [Datum] |
| Stufe | Beschreibung | Typische Steuerung |
|---|---|---|
| B0 – Beobachtung | Störung mit möglicher Ausweitung; Normalorganisation noch handlungsfähig | beobachten, vorbereiten, Verantwortliche informieren |
| B1 – Teilunterbrechung | Begrenzter Prozess-, Ressourcen- oder Standortausfall | lokaler BCP/Notbetrieb, BCM informieren |
| B2 – Schwerer Notfall | Kritischer Prozess oder mehrere Bereiche erheblich betroffen | BCM-/Notfallkoordination, Managementlage, priorisierte Ressourcen |
| B3 – Krise | Organisationsweite, existenzielle oder stark unsichere Lage | Krisenstab und Geschäftsführung übernehmen strategische Steuerung |
Die Einstufung wird bei jeder wesentlichen Lageänderung überprüft. Eine technische Schwereklassifikation aus Incident Response kann ein Eingang sein, ersetzt aber nicht die Bewertung der Geschäftsauswirkung.
| Feld | Eintrag |
|---|---|
| Ereignis-/Notfall-ID | [BCM-JJJJ-NNN] |
| Beginn/Kenntnis | [Datum/Uhrzeit/Zeitzone] |
| Betroffene Prozesse/Standorte | [Referenz] |
| Aktivierte Stufe und Pläne | [B0–B3/Plan-IDs] |
| Aktiviert durch | [Rolle, Zeitpunkt] |
| Lage-/Krisenleitung | [Rolle/Stellvertretung] |
| Mindestbetriebsziel | [Ziel und Zeitpunkt] |
| Nächste Lageaktualisierung | [Datum/Uhrzeit] |
| Offene Pflichten/Fristen | [Prüfung und Owner] |
Nach der Aktivierung werden mindestens folgende Schritte gesteuert:
| Bereich | Mindestinhalt |
|---|---|
| Lage | bestätigte Fakten, Annahmen und offene Fragen |
| Menschen | Sicherheit, Verfügbarkeit und Unterstützungsbedarf |
| Kritische Leistungen | aktuelle Kapazität, Mindestziel und erwartete Entwicklung |
| Ressourcen | Personal, Informationen, IT/OT, Gebäude, Versorgung und Lieferanten |
| Kunden/Pflichten | Auswirkungen, Fristen und Kommunikation |
| Maßnahmen | Owner, Zielzeit, Status und Ergebnis |
| Entscheidungen | Inhalt, Befugnis, Zeitpunkt, Begründung und Restrisiko |
| Ausblick | bestes, erwartetes und kritisches Szenario |
| Nächste Aktualisierung | Zeitpunkt und Verantwortliche |
Zeitdruck oder eingeschränkte Verfügbarkeit heben Sicherheits- und Datenschutzanforderungen nicht auf.
Mindestens zu prüfen sind:
| Feld | Dokumentation |
|---|---|
| Abweichung/Notmaßnahme | [Beschreibung] |
| Notwendigkeit und Alternativen | [Begründung] |
| betroffene Informationen/Systeme | [Scope] |
| Risiko und Schutzmaßnahmen | [Bewertung] |
| freigegeben durch | [Befugte Rolle] |
| gültig bis | [Datum/Uhrzeit/Ereignis] |
| Überwachung | [Kontrolle/Owner] |
| Rücknahme und Nachprüfung | [Schritt/Nachweis] |
IKT-Wiederanlaufziele werden aus der BIA und den Geschäftsanforderungen abgeleitet. Die gesonderte Wiederanlaufplanung konkretisiert die technische Umsetzung.
Für jeden kritischen IKT-Service werden mindestens dokumentiert:
| Prüffeld | Inhalt |
|---|---|
| Geschäfts-/Prozessbezug | unterstützte kritische Leistungen und Priorität |
| Service-RTO/RPO | mit Prozessziel abgestimmte Werte |
| Komponenten und Abhängigkeiten | Identität, Netz, DNS, Zeit, Speicher, Cloud, Schnittstellen, OT |
| Wiederherstellungsquelle | Backup, Image, Konfiguration, Code, Geheimnisse und Dokumentation |
| Reihenfolge | technische und fachliche Abhängigkeiten |
| Kapazität | Mindest- und Zielkapazität im Wiederanlauf |
| Sicherheitsprüfung | Härtung, Identitäten, Schwachstellen, Protokollierung und Freigabe |
| Test | Methode, Umfang, Datenintegrität, Zeitmessung und Ergebnis |
| Rückfall | Kriterien und Verfahren bei fehlgeschlagener Wiederherstellung |
Ein erfolgreicher Backup-Job ist kein Nachweis einer erfolgreichen Wiederherstellung. Erforderlich sind angemessene Restore-, Wiederanlauf- und Funktionstests.
Für kritische externe Leistungen werden geprüft:
| Kritische Leistung | Lieferant | benötigtes Ziel | zugesagtes Ziel | Lücke/Risiko | Alternative | Status |
|---|---|---|---|---|---|---|
[Leistung] |
[Lieferant] |
[RTO/RPO/Kapazität] |
[Vertrag] |
[Abweichung] |
[Strategie] |
[Offen/bestätigt] |
Eine Zertifizierung des Lieferanten ersetzt nicht die Prüfung der konkreten Leistung, Abhängigkeit und vertraglichen Zusage.
Für relevante Standorte werden mindestens bewertet:
| Bereich | Prüfpunkte |
|---|---|
| Zutritt und Räumung | Alarmierung, Evakuierung, Sammelpunkte, Zutrittsverlust und Wiederbetritt |
| Strom | Einspeisung, USV, Generator, Laufzeit, Treibstoff, sichere Abschaltung |
| Klima | Kühlung, Hitze, Lüftung, Grenzwerte und alternative Maßnahmen |
| Wasser/Feuer | Detektion, Löschung, Leckage, Hochwasser, Schutz kritischer Bereiche |
| Telekommunikation | Leitungswege, Mobilfunk, alternative Provider und Out-of-Band-Kanal |
| Arbeitsplätze | Ausweichfläche, Remote-Arbeit, Ausstattung, Ergonomie und Datenschutz |
| Produktion/Lager | Anlagen, Werkzeuge, Prüfmittel, Rohmaterial, Gefahrstoffe und Logistik |
| Umgebung | Zufahrt, regionale Gefahren, Nachbarbetriebe, Behörden und Einsatzkräfte |
| Klimaänderungen | Häufigkeit/Schwere von Hitze, Starkregen, Sturm, Hochwasser und Lieferketteneffekten |
Vorsorgemaßnahmen, Verantwortungsgrenzen zu Vermieter oder Betreiber und Testnachweise werden standortbezogen geführt.
| Zielgruppe | Zweck | Owner | Freigabe | Ausfallkanal |
|---|---|---|---|---|
| Beschäftigte | Sicherheit, Arbeitsfähigkeit und Anweisung | Personal/Kommunikation | Notfall-/Krisenleitung | [Festzulegen] |
| Einsatz-/Notfalldienste | Gefahrenabwehr und Zugang | Standortleitung | gemäß Notfallregel | [Festzulegen] |
| Geschäftsführung | Lage, Entscheidung und Ressourcen | BCM-/Krisenleitung | BCM-/Krisenleitung | [Festzulegen] |
| Kunden/Partner | Auswirkung, Erwartung und Abstimmung | Kunden-/Vertrags-Owner | Recht/Geschäftsleitung | [Festzulegen] |
| Lieferanten | Unterstützung, Priorität und Status | Einkauf/Service Owner | Notfall-/Krisenleitung | [Festzulegen] |
| Behörden/Versicherer | Pflicht, Unterstützung oder Deckung | Recht/Compliance/Versicherung | autorisierte Rolle | [Festzulegen] |
| Öffentlichkeit/Medien | konsistente öffentliche Aussage | Kommunikation | Geschäftsleitung/Recht | [Festzulegen] |
Ein Prozess oder System wird kontrolliert wiederaufgenommen, wenn:
Die Rückkehr zum Normalbetrieb umfasst:
| Freigabefeld | Entscheidung/Nachweis |
|---|---|
| Personensicherheit/Standort | [Freigabe] |
| Prozess-/Produktverantwortung | [Freigabe/Auflagen] |
| IT-/OT-Verantwortung | [Freigabe/Auflagen] |
| Informationssicherheit | [Freigabe/Auflagen] |
| Datenschutz/Recht, soweit erforderlich | [Prüfergebnis] |
| Krisen-/Geschäftsleitung | [Entscheidung] |
| verstärkte Überwachung bis | [Datum/Kriterien] |
| Übungsart | Ziel | Beispiel |
|---|---|---|
| Dokumentenprüfung | Aktualität und Vollständigkeit prüfen | Kontakte, Rollen, Versionen und Abhängigkeiten |
| Alarmierungstest | Erreichbarkeit und Ausfallkanäle nachweisen | Krisenteam und Schlüsselrollen |
| Tabletop | Entscheidungen und Zusammenarbeit üben | Ransomware, Standortausfall oder Lieferantenausfall |
| Simulation | Abläufe mit realitätsnahen Eingaben prüfen | mehrstündige Krisenstabsübung |
| Technischer Test | Wiederherstellungsfähigkeit messen | Restore, Failover oder Systemneuaufbau |
| Prozessübung | Notbetrieb praktisch durchführen | manuelle Auftragsbearbeitung |
| Standortübung | lokale Notfallfähigkeit prüfen | Räumung, Ausweicharbeitsplatz oder Versorgungsausfall |
| Vollübung | mehrere Pläne und Abhängigkeiten gemeinsam prüfen | End-to-End-Unterbrechung |
| Feld | Festlegung |
|---|---|
| Übungs-ID und Szenario | [UEB-JJJJ-NNN/Szenario] |
| Ziele und Erfolgskriterien | [messbar festlegen] |
| Umfang und Ausnahmen | [Prozesse, Systeme, Standorte] |
| Teilnehmende/Rollen | [Funktionen] |
| Annahmen und Sicherheitsgrenzen | [Festlegung] |
| Daten-/Produktionsschutz | [Schutzmaßnahmen] |
| Beobachtung und Protokollierung | [Rollen/Methode] |
| Abbruchkriterien | [Kriterien/Befugnis] |
| Auswertung und Maßnahmen | [Owner/Termin] |
Eine Übung gilt nur als erfolgreich, wenn die vorher festgelegten Ziele und Kriterien erreicht und Abweichungen nachvollziehbar bewertet wurden. Ein durchgeführter Termin allein ist kein Wirksamkeitsnachweis.
| Fähigkeit | vorgeschlagener Turnus | Status |
|---|---|---|
| Kontakt-/Alarmierungskette | mindestens halbjährlich | Nicht geplant |
| Krisenstabs-Tabletop | mindestens jährlich | Nicht geplant |
| BCP kritischer Prozesse | risikoorientiert, mindestens jährlich | Nicht geplant |
| IKT-Restore/Wiederanlauf | nach Kritikalität und Änderungsrisiko | Nicht geplant |
| Ausfall eines kritischen Lieferanten | risikoorientiert | Nicht geplant |
| Ausfall eines kritischen Standorts/Versorgers | risikoorientiert | Nicht geplant |
| Rückkehr zum Normalbetrieb | Bestandteil relevanter Übungen | Nicht geplant |
Turnus und Umfang werden nach BIA, Risiko, Änderungen, Anforderungen und bisherigen Ergebnissen freigegeben.
| Zielgruppe | Mindestinhalt |
|---|---|
| Alle Beschäftigten | Alarmierung, Verhalten, Meldewege und verfügbare Anweisungen |
| Planrollen | Aufgaben, Befugnisse, Vertretung, Planzugriff und Dokumentation |
| Krisenstab | Lageführung, Entscheidung, Kommunikation, Recht und Fürsorge |
| Prozessverantwortliche | BIA, Zielwerte, Ersatzverfahren und Übungen |
| IT-/OT-Teams | Wiederanlaufreihenfolge, Sicherheit, Tests und Rückfall |
| Kommunikation/Personal | Warnung, Zielgruppen, Vorlagen und Vertraulichkeit |
| Lieferantenverantwortliche | kritische Abhängigkeiten, Eskalation, Alternativen und Nachweise |
Teilnahme, Lernerfolg oder praktische Befähigung werden angemessen dokumentiert.
Eine außerplanmäßige BCM-Prüfung wird insbesondere ausgelöst durch:
Planänderungen werden versioniert, fachlich geprüft, freigegeben, verteilt und gegebenenfalls erneut geübt.
| Kennzahl | Definition | Zielwert im Entwurf |
|---|---|---|
| BIA-Abdeckung | Anteil relevanter Prozesse mit aktueller, freigegebener BIA | [Festzulegen] |
| bestätigte Zielwerte | Anteil kritischer Prozesse mit plausiblen MTPD/RTO/RPO/Mindestniveau | [Festzulegen] |
| Planabdeckung | Anteil kritischer Prozesse mit freigegebenem BCP | [Festzulegen] |
| Übungsplanerfüllung | durchgeführte gegenüber geplanten Übungen | 100 % des freigegebenen Plans |
| Zielerreichung Übungen | Übungen mit erreichten Erfolgskriterien | [Festzulegen] |
| Wiederanlauf innerhalb RTO | erfolgreiche Tests innerhalb bestätigter Zielzeit | [Festzulegen] |
| Datenstand innerhalb RPO | Tests mit bestätigtem Wiederherstellungspunkt | [Festzulegen] |
| offene kritische BCM-Mängel | kritische Maßnahmen nach Zieltermin | 0 |
| Aktualität Kontaktlisten | fristgerecht geprüfte kritische Kontakte | 100 % |
| Lieferantenabdeckung | kritische Lieferanten mit bestätigter Kontinuitätsbewertung | [Festzulegen] |
Die BCM-Verantwortung berichtet mindestens jährlich und bei wesentlichen Lücken oder Ereignissen an die Geschäftsführung. Fehlende Daten, nicht getestete Annahmen und nicht erreichte Ziele werden sichtbar ausgewiesen.
Für TISAX- und Kundenanforderungen werden insbesondere berücksichtigt:
Alle 46 Informationssicherheitsfragen des ISA-Reiters „Informationssicherheit“ müssen umgesetzt und bewertet werden. Es gibt keine individuelle Auswahl „anwendbar/nicht anwendbar“ wie in der ISO-Statement-of-Applicability. BCM-Erkenntnisse werden in allen betroffenen Fragen, Reifegraden und Maßnahmen berücksichtigt und in der VDA-ISA-Selbsteinschätzung sowie im Maßnahmenplan und Reifegrad aktualisiert.
Kunden- oder TISAX-Bezug führt nicht automatisch zu einer externen Meldung. Bestätigte Verträge, Teilnahmebedingungen, Assessmentstatus und Verfahrensanforderungen werden fallbezogen geprüft.
| Erkenntnis/Auswirkung | Folgemaßnahme |
|---|---|
| Prozess-, System- oder Lieferantenabhängigkeit | Asset-Inventar aktualisieren |
| Neues oder geändertes Risiko | Risikoregister aktualisieren |
| Vorsorgemaßnahme erforderlich | Risikobehandlungsplan ergänzen |
| Kontrollgestaltung geändert | Statement of Applicability prüfen |
| Rechts-/Vertragsanforderung | Rechts- und Vertragskataster aktualisieren |
| Sicherheitsvorfall | Incident Response aktivieren |
| IKT-Wiederanlaufbedarf | Wiederanlaufplanung aktualisieren |
| TISAX-Auswirkung | VDA-ISA-Selbsteinschätzung aktualisieren |
| Abweichung oder Übungsbefund | Abweichungen und Korrekturmaßnahmen erfassen |
| Auditbedarf | Auditprogramm anpassen |
| Managemententscheidung | Managementbewertung vorbereiten |
| Nachweis | Inhalt | Ablage im Entwurf |
|---|---|---|
| BCM-Rahmen und Rollen | Scope, Befugnisse, Organisation und Freigabe | [Geschützter Pfad] |
| BIA | Auswirkungen, Zielwerte, Abhängigkeiten und Freigaben | [Geschützter Pfad] |
| Strategieentscheidungen | Optionen, Risiken, Kosten, Entscheidung und Test | [Geschützter Pfad] |
| BCP/Krisen-/Wiederanlaufpläne | freigegebene und offline verfügbare Fassungen | [Geschützter Pfad] |
| Kontakt- und Ressourcenlisten | aktuelle, zugriffsgeschützte Informationen | [Geschützter Pfad] |
| Übungs- und Testnachweise | Plan, Protokoll, Messwerte, Abweichungen und Maßnahmen | [Geschützter Pfad] |
| Ereignis-/Krisenakte | Lage, Entscheidungen, Kommunikation und Abschluss | [Geschützter Pfad] |
| BCM-Maßnahmen | Owner, Termin, Status und Wirksamkeit | [Geschützter Pfad] |
Vertrauliche Kontaktdaten, Sicherheitsdetails, Zugangsinformationen und Schwachstellen werden nicht ungeschützt im allgemeinen Wiki veröffentlicht.
| Prüffrage | Status Entwurf |
|---|---|
| Sind BCM-Scope, Policy, Rollen, Stellvertretungen und Befugnisse freigegeben? | Nein |
| Sind alle relevanten Produkte, Leistungen und Prozesse in der BIA erfasst? | Nein |
| Sind MTPD, RTO, RPO und Mindestbetriebsniveau fachlich bestätigt? | Nein |
| Sind Abhängigkeiten und gemeinsam genutzte Ressourcen plausibilisiert? | Nein |
| Sind kritische Lieferanten und deren Zusagen bewertet? | Nein |
| Sind Kontinuitätsstrategien finanziert und umgesetzt? | Nein |
| Sind BCP, Krisen-, Kommunikations- und Wiederanlaufpläne freigegeben? | Nein |
| Sind Pläne bei Ausfall der normalen Umgebung erreichbar? | Nein |
| Sind Informationssicherheit und Datenschutz im Notbetrieb geregelt? | Nein |
| Sind Wiederanlauf und Rückkehr zum Normalbetrieb getestet? | Nein |
| Wurden priorisierte End-to-End-Übungen erfolgreich durchgeführt? | Nein |
| Sind kritische Übungsbefunde geschlossen oder formal behandelt? | Nein |
| Liegen dokumentierte fachliche Prüfung und Geschäftsführungsfreigabe vor? | Nein |
Die Seite darf erst als freigegeben und wirksam bezeichnet werden, wenn die organisationsbezogenen Inhalte ergänzt, Widersprüche behoben, Fähigkeiten angemessen getestet und Freigaben nachgewiesen sind.
| Version | Datum | Änderung | Erstellt/geändert durch | Freigabe | Freigabedatum |
|---|---|---|---|---|---|
| 0.7 | 10.08.2026 | Eigenständige, vollständig fiktive Beispielseite für BCM-Szenarien, Dummy-Assets, Zielzeiten, Notbetrieb und Maßnahmenpläne verknüpft | BCM-Verantwortliche/r | Ausstehend | – |
| 0.6 | 10.08.2026 | SEO-Beschreibung erweitert, neuer BCM-Szenario-Stresstest mit Zielzeitenprüfung und Vorsorgeampel ergänzt, fiktives End-to-End-Beispiel eingefügt, Titelgrafik überarbeitet und Seitenabschluss vereinheitlicht; keine Aussage über reale Einsatzfähigkeit oder Wirksamkeit | BCM-Verantwortliche/r | Ausstehend | – |
| 0.5 | 08.08.2026 | NIS2-Kritikalitäts- und Abhängigkeitsbewertung als BCM-Schnittstelle ergänzt | BCM-Verantwortliche/r / NIS2-Koordination | Ausstehend | – |
| 0.4 | 08.08.2026 | Eigenständige Nachweisseite für Vorfall- und Notfallübungen verknüpft und SEO-Beschreibung ergänzt | BCM-Verantwortliche/r | Ausstehend | – |
| 0.3 | 08.08.2026 | Eigenständige Nachweisseite für Backup-, Restore- und Wiederanlauftests verknüpft | BCM-Verantwortliche/r | Ausstehend | – |
| 0.2 | 06.08.2026 | SVG-Titelgrafik ergänzt, Bildpfad auf /public-bilder vereinheitlicht und responsive Darstellung umgesetzt; keine Änderung der fachlichen Regelung | BCM-Verantwortliche/r | Ausstehend | – |
| 0.1 | 23.07.2026 | Musterverfahren für Notfallvorsorge und BCM erstellt | BCM-Verantwortliche/r | Ausstehend | – |
Maßgeblich bleiben die aktuellen Normfassungen, amtlichen Anforderungen, bestätigten Verträge und Kundenanforderungen sowie die freigegebenen organisatorischen Rollen, Ziele und Pläne. Dieses Muster ersetzt keine standort-, prozess- oder gefahrenbezogene Fachplanung.
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