Grundregel: Netzwerk- und Kommunikationsverbindungen werden nach Geschäftsbedarf, Schutzbedarf, minimaler Erreichbarkeit und klaren Vertrauensgrenzen geplant, freigegeben, betrieben, überwacht und beendet.
Kein Umsetzungsnachweis: Diese Seite beschreibt das Sollverfahren der fiktiven „Muster GmbH“. Sie belegt weder eine vollständige Netzwerkinventarisierung noch umgesetzte Segmentierung, sichere Firewallregeln, wirksame Filterung, aktuelle Konfigurationen oder getestete Wiederanlauffähigkeit.
TISAX-Hinweis: Im Reiter „Informationssicherheit“ der ISA-Selbsteinschätzung sind alle 46 Fragen umzusetzen und zu bewerten. Einzelne Fragen werden nicht wie Controls in einer ISO-27001-SoA als „nicht anwendbar“ ausgeschlossen.
Feld
Wert
Dokumenten-ID
ISMS-MA-04-12
Dokumentenart
Richtlinie und Verfahren für Netzwerk- und Kommunikationssicherheit
Wiki.js-Pfad
/ISMS/04-Sicherheitsregelungen/Netzwerke-und-Kommunikation
Verantwortlich
IT-Leitung und Netzwerkverantwortung
Fachlich geprüft durch
Informationssicherheit, Netzwerk-/Systemadministration, Produktion/OT, Datenschutz, Einkauf, BCM und TISAX-Koordination
Freigabe durch
Geschäftsführung
Status
Entwurf – Netzbestand, Zonen, Regeln, Dienste, Konfigurationen und Wirksamkeit nicht bestätigt
Version
0.3
Stand
06.08.2026
Nächste Prüfung
Mindestens jährlich sowie bei wesentlichen Architektur-, Bedrohungs-, Provider-, Standort- oder Technologieänderungen
Schutzklasse
Intern; Detailpläne, Regeln und Konfigurationen regelmäßig Vertraulich oder strenger
ISO-Bezug
ISO/IEC 27001:2022, insbesondere Annex A 5.14, 5.19 bis 5.23, 7.12, 8.9, 8.15 bis 8.17 und 8.20 bis 8.24
VDA-ISA-Bezug
ISA 6.0.3, insbesondere Kapitel 5.2 „Betriebssicherheit“ sowie verbundene Fragen zu Zugriff, Kryptografie, Lieferanten und Notfallmanagement
Abgestufte Netzsegmente von Internet und DMZ bis zu internen und besonders geschützten Bereichen. Eigene redaktionelle SVG-Grafik. Zum Vergrößern öffnen.
Diese Regelung legt fest:
wie Netzwerkarchitekturen, Zonen und Kommunikationsbeziehungen gesteuert werden,
wie Netzwerkdienste ausgewählt, konfiguriert, überwacht und beendet werden,
welche Regeln für Firewalls, WLAN, Fernzugriff, Internet, Cloud, OT und externe Verbindungen gelten,
wie Webzugriffe und nicht erforderliche Kommunikation begrenzt werden,
wie Netzwerkänderungen, Schwachstellen, Protokolle, Vorfälle und Notbetrieb behandelt werden,
welche Nachweise für ISO 27001, TISAX, Audit und Risikobehandlung erforderlich sind.
Ziel ist, unberechtigte Kommunikation, laterale Bewegung, Datenabfluss, Manipulation, Ausfall und unkontrollierte Abhängigkeiten zu verhindern oder rechtzeitig zu erkennen.
Die Regelung gilt innerhalb des ISMS-Geltungsbereichs für:
LAN, WAN, WLAN, Internetzugänge und Standortverbindungen,
Router, Switches, Firewalls, Gateways, Proxies und Load Balancer,
VPN, Remote Access, Fernwartung und administrative Zugänge,
Server-, Client-, Produktions-, OT-, IoT- und Gebäudenetze,
Cloud-Netze, virtuelle Netze, Container- und Plattformnetzwerke,
DNS, DHCP, NTP, IP-Adressmanagement und weitere Basisdienste,
E-Mail-, Web-, Datei-, Sprach-, Video- und Kollaborationskommunikation,
Provider-, Kunden-, Lieferanten- und Partnerverbindungen,
physische Verkabelung und zugehörige Räume, Schränke und Ports.
Diese Seite steuert Netze und Kommunikationsdienste. Sie ersetzt nicht:
die fachliche Freigabe einer Informationsübertragung,
das Identitäts- und Berechtigungsmanagement,
Kryptografie- und Schlüsselvorgaben,
allgemeine Betriebs-, Change-, Schwachstellen- oder Incident-Prozesse,
physische Sicherheits- und Verkabelungsanforderungen,
den vollständigen Datenschutz-, Vertrags- oder Lieferantencheck.
Eine technisch mögliche Verbindung ist keine fachliche oder organisatorische Freigabe.
Begriff
Bedeutung
Netzwerkzone
logisch oder physisch abgegrenzter Bereich mit vergleichbarem Schutzbedarf und Vertrauensniveau
Vertrauensgrenze
Übergang zwischen Bereichen mit unterschiedlichen Risiken, Ownern oder Kontrollen
Kommunikationsbeziehung
erlaubter Datenverkehr zwischen definierten Quellen und Zielen
Netzwerkdienst
technische Leistung wie Internetzugang, DNS, VPN, E-Mail-Relay oder Standortkopplung
Management Plane
Zugänge und Protokolle zur Administration von Netzwerkkomponenten
Data Plane
regulärer Nutzdatenverkehr
Control Plane
Steuerverkehr für Routing, Topologie und technische Kontrollfunktionen
DMZ
besonders kontrollierte Zone für exponierte oder vermittelnde Dienste
NAC
technische Kontrolle für die Zulassung von Geräten und Nutzern zum Netz
Mikrosegmentierung
feingranulare Trennung auf Workload-, Host- oder Anwendungsebene
Nord-Süd-Verkehr
Kommunikation zwischen internem Netz und externen Bereichen
Ost-West-Verkehr
Kommunikation innerhalb oder zwischen internen Zonen
Verbindungen benötigen einen dokumentierten Zweck und verantwortliche Owner.
Standardmäßig ist nur erforderliche Kommunikation erlaubt.
Netze mit unterschiedlichem Schutzbedarf, Zweck oder Risiko werden angemessen getrennt.
Verwaltung und Nutzdatenverkehr werden soweit erforderlich getrennt.
Internet-, Lieferanten-, Cloud-, OT- und Gastverbindungen gelten als besondere Vertrauensgrenzen.
Kommunikationsregeln sind minimal, eindeutig, befristbar und nachvollziehbar.
Unsichere oder veraltete Protokolle werden nicht ohne dokumentierte Ausnahme eingesetzt.
Netzwerkgeräte und Dienste werden gehärtet, aktualisiert, gesichert und überwacht.
Sicherheitsfunktionen werden nicht ohne Freigabe umgangen oder deaktiviert.
Änderungen besitzen Test, Rückfall, Genehmigung und Abschlusskontrolle.
Protokolle und Warnungen werden tatsächlich ausgewertet; bloße Erzeugung genügt nicht.
Architekturdiagramme ohne Abgleich zur realen Konfiguration gelten nicht als Istnachweis.
Rolle
Verantwortung
Geschäftsführung
wesentliche Risiken, Ressourcen, Provider- und Ausnahmentscheidungen freigeben
IT-Leitung
Architekturrahmen, Betrieb, Prioritäten und Eskalationen verantworten
Netzwerkverantwortung
Bestand, Zonen, Regeln, Geräte, Dienste, Konfiguration und technische Nachweise führen
Informationssicherheit
Anforderungen, Risiken, Bedrohungen, Kontrolltests und Abweichungen bewerten
Asset-/System Owner
Geschäftsbedarf, Kritikalität, zulässige Kommunikation und Betriebsanforderungen bestätigen
Information Owner
Schutzbedarf und zulässige Empfänger/Übertragungswege festlegen
Produktion/OT
Anlagenabhängigkeiten, Wartungsfenster und sichere OT-Kommunikation verantworten
IT-Betrieb
Überwachung, Backup, Patchen, Incident-Unterstützung und Wiederanlauf durchführen
Einkauf/Provider-Owner
Dienste, Verträge, SLA, Unterauftragnehmer, Änderungen und Exit steuern
Datenschutz
Protokollierung, Filterung, Inhaltsprüfung und Personenbezug bewerten
BCM/Notfallmanagement
Kritikalität, Redundanz, Notbetrieb und Wiederanlauf abstimmen
Nutzende/Administrierende
nur freigegebene Netze, Dienste und Zugänge verwenden; Auffälligkeiten melden
Alle relevanten Netze, Komponenten, Dienste und Verbindungen werden erfasst.
Feld
Inhalt
Netzwerk-/Service-ID
eindeutige Referenz
Bezeichnung und Zweck
geschäftliche und technische Funktion
Owner/Betrieb
Service-, Asset- und technische Verantwortung
Standorte/Hosting
Gebäude, Rechenzentrum, Provider, Cloud-Region
Zonen/Vertrauensniveau
Quell-, Ziel- und Managementbereiche
Komponenten
Router, Switches, Firewalls, Gateways, APs und virtuelle Instanzen
Adress-/Namensraum
geschützte Referenz zu IPAM, DNS und Netzen
Abhängigkeiten
Identität, DNS, Zeit, Strom, Provider, Cloud und Personal
Kritikalität
Schutzbedarf, RTO/RPO und Geschäftsfolgen
Exposition
Internet, Partner, Gast, OT, Remote und Cloud
Kommunikationsbeziehungen
Regelwerk-/Matrixreferenzen
Überwachung
Logs, Metriken, Alarme und Verantwortliche
Lifecycle
aktiv, eingeschränkt, Migration, veraltet oder außer Betrieb
Review
letzte/nächste Prüfung und offene Punkte
Detaillierte Adressen, Regeln und Zugangsdaten werden nicht unnötig auf der allgemeinen Wiki-Seite veröffentlicht.
Architekturunterlagen zeigen mindestens:
Standorte, Provider und externe Verbindungen,
Sicherheitszonen und Vertrauensgrenzen,
Internet-, Cloud-, Kunden-, Partner- und Lieferantenübergänge,
kritische Systeme, OT-/Produktionsbereiche und Managementnetze,
Hochverfügbarkeit, Redundanz und Einzelfehlerstellen,
zentrale Netzwerk-, Identitäts-, DNS-, Zeit- und Sicherheitsdienste,
Datenflüsse und besonders schutzbedürftige Kommunikationswege,
Owner, Version, Gültigkeitsbereich und Abgleichdatum.
Soll-, Ist-, Übergangs- und Notfallarchitektur werden eindeutig unterschieden.
Das konkrete Zonenmodell wird aus Schutzbedarf und Risiko abgeleitet. Mögliche Zonen sind:
Zone
Zweck
typische zusätzliche Steuerung
Benutzerzone
verwaltete Arbeitsplatzgeräte
Geräte-/Identitätsprüfung, begrenzte Serverzugriffe
Server-/Anwendungszone
interne Dienste
restriktive Quell- und Dienstfreigaben
Managementzone
Administration
besonders begrenzte Geräte, Konten und Protokolle
Produktions-/OT-Zone
Anlagen und industrielle Steuerung
strikte Übergänge, Wartungs- und Verfügbarkeitskontrollen
DMZ
exponierte/vermittelnde Dienste
keine unnötige Direktverbindung in interne Zonen
Gastnetz
nicht vertrauenswürdige Gäste
Trennung von internen Ressourcen
Entwicklungs-/Testzone
Entwicklungs- und Testressourcen
Trennung von Produktion und kontrollierte Testdaten
Backup-/Recoveryzone
Sicherungs- und Wiederherstellungsdienste
eingeschränkte Administration und Schutz vor lateraler Ausbreitung
Sicherheitszone
Logging, Monitoring, Scanner
besonders geschützte Sensor-, Admin- und Datenwege
Cloud-Zone
virtuelle Cloud-Ressourcen
Mandanten-, Konto-, Routing- und Security-Group-Steuerung
Die Tabelle ist ein Muster und kein Beleg für vorhandene Zonen.
Segmentierung wird risikobasiert umgesetzt durch:
physische Trennung,
VLAN/VRF oder vergleichbare logische Trennung,
Firewalls und kontrollierte Gateways,
Host-, Workload- oder Mikrosegmentierung,
Identitäts- und gerätebasierte Zugriffssteuerung,
Anwendungsgateways, Proxies und Bastion Hosts,
getrennte Management- und Sicherungswege.
VLANs allein belegen ohne angemessene Filterung und Konfigurationsschutz keine wirksame Sicherheitsgrenze.
Jede wesentliche zonenübergreifende Kommunikation wird dokumentiert.
Feld
Inhalt
Regel-/Flow-ID
eindeutige Referenz
Quelle
Zone, System, Identität oder Dienst
Ziel
Zone, System, Dienst oder externer Empfänger
Protokoll/Port/Dienst
konkret erforderliche Kommunikation
Richtung
ein- oder beidseitig
Zweck
Geschäftsprozess, Anwendung oder Administration
Owner
fachliche und technische Verantwortung
Schutz
Authentisierung, Verschlüsselung, Filterung, Protokollierung
Zeit
dauerhaft, geplant oder befristet
Abhängigkeiten
DNS, Zeit, Identität, Provider oder Zertifikate
Risiko/Freigabe
Bewertung, Genehmigung und Ausnahme
Review/Ablauf
nächste Prüfung oder automatische Beendigung
Breite Freigaben wie „Any/Any“ werden vermieden und benötigen im Ausnahmefall besondere Begründung, Befristung und Überwachung.
Firewallregeln werden:
nur auf nachvollziehbaren Antrag eingerichtet,
durch fachliche und technische Owner bestätigt,
auf notwendige Quelle, Ziel, Dienst und Richtung begrenzt,
vor Umsetzung auf Konflikte, Umgehung und Risiko geprüft,
getestet und mit Rückfallmöglichkeit geändert,
bei temporärem Bedarf automatisch oder kontrolliert befristet,
protokolliert und regelmäßig rezertifiziert,
bei Wegfall des Zwecks unverzüglich entfernt.
Inaktive, redundante, verschattete oder unklare Regeln werden identifiziert und kontrolliert bereinigt.
Internetverkehr wird über freigegebene Übergänge geführt.
Direkte oder persönliche Umgehungswege sind nicht zulässig.
Ein- und ausgehende Kommunikation wird nach Zweck, Risiko und Schutzbedarf begrenzt.
Exponierte Dienste werden getrennt, gehärtet, überwacht und regelmäßig geprüft.
Ausgehende Verbindungen von Servern, OT, Management und Backup werden besonders restriktiv behandelt.
Internetzugänge besitzen angemessene Ausfalls-, Kapazitäts- und Providersteuerung.
Änderungen öffentlicher Adressen, DNS, Zertifikate und Routen werden kontrolliert.
Vor externer Erreichbarkeit werden geprüft:
bestätigter Geschäftsbedarf und Service Owner,
minimale exponierte Dienste und Schnittstellen,
Platzierung in geeigneter Zone,
starke Authentisierung und Autorisierung,
aktuelle Härtung, Patchstand und Schwachstellenprüfung,
Schutz vor Missbrauch, Überlastung und automatisierten Angriffen,
Protokollierung, Alarmierung und Incident-Weg,
Datenflüsse zu internen Systemen,
Zertifikate, Schlüssel, DNS und Notfallabschaltung.
Unbekannte oder verwaiste öffentliche Dienste werden als kritische Abweichung behandelt.
Ausgehende Kommunikation wird nicht pauschal als vertrauenswürdig behandelt.
Server und technische Systeme erhalten nur erforderliche Ziele und Dienste.
Softwareupdates, Telemetrie und Herstellerzugriffe werden bewertet.
DNS-, Proxy-, Tunnel- und Verschlüsselungswege werden gegen Umgehung berücksichtigt.
Ungewöhnliche Ziele, Länder, Mengen oder Protokolle werden risikobasiert erkannt.
Direktzugriffe auf private Speicher-, Transfer-, Fernwartungs- oder Anonymisierungsdienste werden nach Regelwerk begrenzt.
Notwendige Ausnahmen erhalten Owner, Befristung und Review.
Webfilterung kann umfassen:
Blockierung bekannter schädlicher oder unzulässiger Ziele,
Kategorien nach Geschäftsbedarf und Risiko,
Schutz vor Phishing, Malware, Command-and-Control und Datenabfluss,
Kontrolle nicht freigegebener Speicher-, KI-, Proxy- und Transferdienste,
Warnung oder Isolation riskanter Inhalte,
Ausnahmeverfahren für legitime Geschäftsanforderungen.
Vor Betrieb werden Zweck, Transparenz, Datenschutz, Protokollierung, Fehlalarme, Ausnahmen und Mitbestimmungsanforderungen geklärt. Eine Filterlizenz allein belegt keine wirksame Filterung.
DNS wird als sicherheitskritischer Basisdienst behandelt:
nur freigegebene Resolver und autoritative Dienste werden genutzt,
Zonendaten und Administration werden geschützt,
Änderungen werden freigegeben und protokolliert,
rekursive, interne und externe Funktionen werden angemessen getrennt,
Manipulation, Tunneling, ungewöhnliche Anfragen und Ausfälle werden risikobasiert überwacht,
externe DNS-Provider werden vertraglich und technisch gesteuert,
Wiederanlauf, Sicherung und Notfalländerungen werden getestet.
Adressräume, Reservierungen, Netze und Zuständigkeiten werden zentral dokumentiert.
Unautorisierte DHCP-Dienste und Adresskonflikte werden erkannt und behandelt.
Statische und dynamische Zuordnungen werden nachvollziehbar gesteuert.
Management-, Infrastruktur- und Sicherheitsadressen werden besonders geschützt.
Veraltete Netze, Adressen und Einträge werden kontrolliert bereinigt.
IPAM- und DHCP-Daten werden gegen unbefugte Änderung und unnötige Offenlegung geschützt.
Routing- und Switching-Konfigurationen:
folgen freigegebenen Architektur- und Segmentierungsregeln,
verwenden nur erforderliche Protokolle und Nachbarschaften,
schützen Control- und Management Plane,
begrenzen Manipulation, Schleifen, Spoofing und unerwünschte Weiterleitung,
werden versioniert, gesichert und nach Änderungen geprüft,
enthalten dokumentierte Redundanz- und Fehlerverhalten,
werden regelmäßig gegen den Sollzustand abgeglichen.
Vor Anschluss eines Geräts werden soweit erforderlich geprüft:
Eigentum, Asset-ID und verantwortliche Person,
Gerätezustand, Management und Patchstand,
Identität, Zertifikat oder andere Zulassungsmerkmale,
Gerätetyp und vorgesehene Zone,
zulässige Dienste und Informationsarten,
Quarantäne-, Gast- oder Sanierungsverfahren.
Unbekannte, private oder nicht verwaltete Geräte erhalten keinen automatischen Zugriff auf interne Netze.
WLAN wird getrennt nach Nutzergruppen und Zweck gesteuert.
Unternehmens-, Produktions-, Gast- und gegebenenfalls Geräte-WLAN werden angemessen getrennt.
Authentisierung und Verschlüsselung entsprechen Risiko und aktueller technischer Bewertung.
Standardkennwörter, gemeinsame langlebige Geheimnisse und unsichere Altverfahren werden vermieden.
Access Points, Controller, Funkabdeckung und Konfiguration werden inventarisiert.
Rogue Access Points, Evil Twins und ungewöhnliche Clients werden risikobasiert erkannt.
Gäste erhalten keinen unnötigen Zugriff auf interne Ressourcen.
private Hotspots oder Repeater umgehen keine Sicherheitsgrenzen.
Fernzugriff benötigt:
benannte berechtigte Person oder technische Identität,
genehmigten Zweck und Zielsysteme,
angemessene Mehrfaktor-Authentisierung,
freigegebenes und geschütztes Endgerät,
minimale Routen und Berechtigungen,
Protokollierung, Alarmierung und zeitliche Begrenzung nach Risiko,
Sperrung bei Rollenwechsel, Vertragsende oder Verdacht,
getesteten Incident- und Notfallweg.
Split Tunneling oder vergleichbare parallele Verbindungen werden risikobasiert bewertet und nicht unbesehen zugelassen.
Externe Zugänge werden:
vertraglich und fachlich genehmigt,
personenbezogen oder eindeutig zurechenbar eingerichtet,
nur bei Bedarf freigeschaltet,
auf vereinbarte Systeme, Zeiten und Tätigkeiten begrenzt,
mit angemessener Authentisierung und Bastion-/Jump-Mechanismen geschützt,
überwacht und nach Abschluss beendet,
bei kritischen Tätigkeiten begleitet oder nachträglich geprüft,
mit Melde-, Aufbewahrungs- und Nachweispflichten versehen.
Dauerhafte unbeaufsichtigte Herstellerzugänge benötigen eine besondere Risikobegründung.
Die Administration von Netzwerk- und Sicherheitskomponenten erfolgt:
über besonders geschützte Managementwege,
von freigegebenen Administrationsgeräten,
mit getrennten privilegierten Identitäten,
über sichere, aktuelle Managementprotokolle,
ohne unnötige Erreichbarkeit aus Benutzer-, Gast- oder Internetzonen,
mit starker Authentisierung und nachvollziehbarer Protokollierung,
bei Notfallzugriffen mit nachgelagerter Prüfung.
Managementschnittstellen werden nicht ohne bestätigten Bedarf öffentlich exponiert.
Bei Cloud-Netzen werden zusätzlich gesteuert:
Konten, Subscriptions/Projekte, Mandanten und Regionen,
virtuelle Netze, Subnetze, Routing und Security Groups,
Internet-Gateways, private Endpunkte und Peering,
hybride Verbindungen und Transitnetze,
Cloud-Firewalls, Load Balancer, WAF und DNS,
Identitäts- und rollenbasierte Administration,
Infrastruktur als Code, Änderungs- und Driftkontrolle,
Providerlogs, Flow Logs und Sicherheitsalarme,
Exit, Export, Trennung und Löschung.
Providerstandardwerte gelten nicht automatisch als sichere Konfiguration.
¶ 26. Standort- und Weitverkehrsverbindungen
Standorte, Bandbreiten, Provider, Übergänge und Abhängigkeiten werden dokumentiert.
Vertraulichkeit, Integrität, Authentizität und Verfügbarkeit werden risikobasiert geschützt.
Routen, Failover, QoS und Notbetrieb werden getestet.
Providerzugriffe und -änderungen werden kontrolliert.
Lokale Internet-Breakouts und alternative Wege werden in der Sicherheitsarchitektur berücksichtigt.
Trennung von Gast-, Büro-, Produktion-, Management- und Sicherheitsverkehr bleibt standortübergreifend erhalten.
Für OT und cyber-physische Systeme gelten zusätzlich:
Bestand, Zonen, Produktionsabhängigkeiten und Anlagen-Owner sind bestätigt.
Büro-, Gast- und Internetzugriffe werden von OT angemessen getrennt.
Übergänge erfolgen über kontrollierte, dokumentierte Gateways.
Fernwartung, Herstellerzugang und Wechseldatenträger werden besonders gesteuert.
Verfügbarkeit und Personensicherheit werden mit Informationssicherheit abgestimmt.
Änderungen, Scans und Tests werden mit Anlagenrisiko und Wartungsfenstern geplant.
Altprotokolle und nicht patchbare Systeme erhalten kompensierende Maßnahmen.
Notbetrieb und Wiederanlauf werden praktisch erprobt.
Vor Anschluss werden bewertet:
Hersteller, Eigentum, Zweck und Supportzeitraum,
Standardzugänge, Updatefähigkeit und bekannte Schwachstellen,
Cloud- und Herstellerkommunikation,
Mikrofon, Kamera, Sensorik und Standortdaten,
erforderliche Ziele, Protokolle und Bandbreiten,
eigene Zone, minimale Kommunikation und Monitoring,
Rücksetzen, Eigentumswechsel und sichere Außerbetriebnahme.
Nicht verwaltbare Geräte erhalten keine unnötige Verbindung zu schutzbedürftigen Netzen.
Dienste, Konten, Gateways und Provider werden freigegeben.
Signal- und Medienverkehr wird angemessen geschützt und segmentiert.
Administration, Aufzeichnung, Transkription und Voicemail werden besonders kontrolliert.
Externe Einwahl, Weiterleitung und Premium-/Mehrwertdienste werden begrenzt.
Missbrauch, Gebührenbetrug, Identitätstäuschung und ungewöhnliche Nutzung werden überwacht.
Notruf-, Ausfall- und Ersatzkommunikation werden berücksichtigt.
Für technische E-Mail-Dienste werden gesteuert:
autorisierte Domänen, Relays und Versandquellen,
Schutz vor Spoofing, Phishing, Malware und unzulässiger Weiterleitung,
Absenderauthentizität und Domänenschutz nach aktueller technischer Bewertung,
sichere Transportwege, soweit erforderlich,
Quarantäne, Freigabe und Fehlalarmverfahren,
Protokollierung, Aufbewahrung und Incident-Unterstützung,
Drittanbieter, Newsletter-, Marketing- und Systemversanddienste.
Die nutzerbezogene Empfänger- und Inhaltsprüfung regelt Informationsübertragung .
Netzwerk- und Dienstschutz umfasst:
benannte, authentisierte Empfänger,
getrennte interne und externe Freigaben,
minimale Protokolle und freigegebene Gateways,
Verschlüsselung, Zertifikats- und Schlüsselsteuerung,
Größen-, Typ-, Malware- und Inhaltskontrollen nach Risiko,
Ablauf, Widerruf, Protokollierung und Löschung,
Blockierung nicht freigegebener Transferwege.
Netzwerkverschlüsselung wird nach Schutzbedarf und Risiko eingesetzt für:
Standort- und Partnerverbindungen,
Fernzugriff,
Administration,
Web-, E-Mail-, API- und Dateiübertragung,
WLAN und Cloud-Verbindungen,
besonders schutzbedürftige interne Kommunikationswege.
Verfahren, Protokolle, Schlüssellängen, Zertifikate und Lebenszyklen richten sich nach Kryptografie und Schlüssel und aktueller technischer Bewertung.
Für interne und externe Netzwerkdienste werden dokumentiert:
Leistungsumfang, Owner und Zielgruppen,
Sicherheitsmerkmale und Konfigurationsverantwortung,
Verfügbarkeit, Kapazität, Support und Eskalation,
Protokollierung, Monitoring und Nachweise,
Unterauftragnehmer, Standorte und Fernzugriffe,
Änderungen, Störungen und Meldefristen,
Wiederanlauf, Portabilität, Exit und Löschung.
SLA oder Zertifikat des Providers ersetzen keine Prüfung der eigenen Konfiguration und Nutzung.
Netzwerkkomponenten erhalten eine freigegebene Baseline, insbesondere für:
deaktivierte Standardkonten und unnötige Dienste,
sichere Managementprotokolle und Authentisierung,
Rollen, privilegierte Rechte und Notfallzugang,
Zeitsynchronisation, Logging und Monitoring,
Verschlüsselung und Zertifikatsprüfung,
Konfigurationsschutz, Banner und Sessionsteuerung,
Routing-, Switching-, Firewall- und Schutzfunktionen,
Backup, Wiederherstellung und Integritätsprüfung.
Soll-Ist-Abweichungen werden dokumentiert und behandelt.
Geräte, virtuelle Appliances, Firmware, Betriebssysteme und Dienste werden in den Schwachstellenprozess einbezogen.
Hersteller- und Bedrohungsinformationen werden überwacht.
Exponierte und sicherheitskritische Komponenten werden priorisiert.
Updates werden getestet, freigegeben, eingespielt und verifiziert.
Nicht patchbare Komponenten erhalten Segmentierung, Filterung, Monitoring oder Ersatzplanung.
Scans und Tests berücksichtigen Verfügbarkeit und OT-Risiken.
Ausnahmen besitzen Risikoentscheidung, Kompensation und Ablaufdatum.
Details regelt Schwachstellen- und Patchmanagement .
Risikobasiert protokolliert werden:
administrative Anmeldungen und Konfigurationsänderungen,
Regeländerungen, Objektänderungen und Freigaben,
erlaubte oder blockierte Verbindungen nach festgelegtem Bedarf,
Authentisierungs-, VPN-, NAC- und Fernzugriffsereignisse,
DNS-, Proxy-, Webfilter-, E-Mail- und Sicherheitsereignisse,
Verfügbarkeit, Kapazität, Fehler und Failover,
ungewöhnliche Kommunikation und erkannte Angriffe.
Protokolle werden gegen unberechtigte Einsicht, Veränderung und Löschung geschützt.
Monitoring wird aus Bedrohungen, Kritikalität und erwartbarem Normalverhalten abgeleitet.
Zu überwachen sind je nach Risiko:
Verfügbarkeit, Latenz, Verlust, Auslastung und Fehler,
Änderungen an Konfiguration, Regeln, Routen und Firmware,
neue, unbekannte oder nicht konforme Geräte,
ungewöhnliche interne und externe Verbindungen,
Scans, Brute Force, Command-and-Control und Exfiltrationsmuster,
DNS-Anomalien, Tunnel, Proxy- und VPN-Missbrauch,
Ausfall von Sensoren, Logquellen oder Zeitabgleich.
Für Alarme bestehen Owner, Priorität, Reaktionsziel, Eskalation und Abschlussnachweis.
IDS, IPS, NDR oder vergleichbare Funktionen werden risikobasiert eingesetzt.
Vor Wirksamkeitsaussage werden geprüft:
Sensorabdeckung und relevante Netzwerkpfade,
verschlüsselte und nicht einsehbare Verkehrsanteile,
Signaturen, Modelle, Regeln und Aktualität,
Alarmweiterleitung, Triage und Reaktion,
Fehlalarme, Ausnahmen und Umgehungsmöglichkeiten,
Auswirkungen blockierender Funktionen auf Betrieb und OT,
praktische Testfälle und dokumentierte Ergebnisse.
Ein installierter Sensor ohne Abdeckung und Bearbeitung gilt nicht als wirksame Kontrolle.
Für exponierte und kritische Dienste werden berücksichtigt:
Kapazitätsgrenzen und Baselines,
Provider- und vorgelagerte Schutzmöglichkeiten,
Rate Limits, Verbindungsgrenzen und Ressourcensteuerung,
Redundanz, Skalierung und alternative Wege,
Alarmierung, Kontakt- und Eskalationsverfahren,
Abschalt-, Filter- und Notfallentscheidungen,
Tests oder Übungen ohne unvertretbare Betriebsgefährdung.
Netzwerkseitige Kontrollen können umfassen:
Blockierung schädlicher Ziele und Inhalte,
Proxy-, DNS-, E-Mail- und Transferkontrollen,
Erkennung ungewöhnlicher Protokolle, Mengen, Länder oder Zeitmuster,
Einschränkung nicht freigegebener Cloud-, KI-, Speicher- und Fernwartungsdienste,
Sandboxing, Inhalts- oder Malwareprüfung,
Quarantäne und Netzisolation.
Abdeckung, Datenschutz, Fehlalarme und Wirksamkeit werden nachgewiesen; die Netzwerksicht ersetzt keine Endpunkt-, Identitäts- oder Datenkontrollen.
Netzwerk- und Sicherheitskomponenten verwenden freigegebene Zeitquellen.
Vertrauenswürdigkeit, Erreichbarkeit und Redundanz werden festgelegt.
Abweichungen und Ausfälle werden erkannt.
Zeitzonen und Zeitstempel werden konsistent dokumentiert.
Änderungen der Zeitkonfiguration sind geschützt und nachvollziehbar.
Incident-, Log- und forensische Anforderungen werden berücksichtigt.
Für kritische Netzwerkkomponenten werden:
Konfigurationen automatisiert oder kontrolliert gesichert,
Sicherungen versioniert, verschlüsselt und getrennt geschützt,
Geheimnisse angemessen behandelt,
Wiederherstellung, Kompatibilität und Integrität getestet,
Ersatzgeräte, Images, Lizenzen und Schlüssel berücksichtigt,
Zuständigkeiten und Notfallzugänge bestätigt.
Eine vorhandene Konfigurationsdatei ohne erfolgreichen Wiederherstellungstest gilt nicht als vollständiger Nachweis.
Kritikalität und Wiederanlaufziele werden mit den Geschäftsprozessen abgestimmt.
Einzelfehlerstellen und gemeinsame Abhängigkeiten werden identifiziert.
Redundanz wird physisch und logisch auf echte Unabhängigkeit geprüft.
Kapazität, Wachstum, Lastspitzen und Providergrenzen werden überwacht.
Failover und Rückkehr in den Regelbetrieb werden getestet.
Hochverfügbarkeit ersetzt keine Sicherung, Notfallplanung oder manuelle Ersatzverfahren.
Netzwerkänderungen folgen IT-Betrieb und Änderungen und enthalten mindestens:
Zweck, Scope und betroffene Dienste/Zonen,
Risiko-, Sicherheits- und Datenschutzbewertung,
Sollkonfiguration und Peer Review,
Test, Wartungsfenster und Kommunikationsplan,
Backup und Rückfallplan,
Freigabe und Funktionstrennung,
Umsetzung, Validierung und Monitoring,
Aktualisierung von Inventar, Diagrammen und Regeln,
Abschluss- und Wirksamkeitsprüfung.
Notfalländerungen:
sind auf die erforderliche Gefahrenabwehr begrenzt,
besitzen eine befugte Entscheidung und nachvollziehbare Aufzeichnung,
sichern vorher den Zustand, soweit vertretbar,
werden besonders überwacht,
erhalten nachträglichen Test, Review und Dokumentationsabgleich,
werden zurückgebaut oder regulär übernommen,
dürfen nicht dauerhaft außerhalb des Change-Prozesses bestehen bleiben.
Geeignete Prüfungen umfassen:
Soll-Ist-Abgleich von Diagramm, Inventar und Konfiguration,
Regelwerksanalyse und Rezertifizierung,
Segmentierungs- und Erreichbarkeitstests,
Prüfung von Internet-, Gast-, Cloud-, OT- und Managementgrenzen,
VPN-, MFA-, Fernwartungs- und Sperrtests,
Schwachstellen- und Härtungsprüfung,
DNS-, Webfilter-, E-Mail- und Datenabflusstests,
Alarm-, Log- und Zeitsynchronisationsprüfung,
Failover-, Restore- und Notfalltests.
Tests werden autorisiert, risikobasiert geplant und so durchgeführt, dass Produktion und Personen nicht unvertretbar gefährdet werden.
Bei Netzwerkereignissen werden je nach Lage:
Alarm und betroffene Verbindungen verifizieren,
relevante Logs, Konfigurationen und Zeitbezüge sichern,
Systeme, Konten, Zonen oder Verbindungen kontrolliert isolieren,
Geschäfts-, Produktions- und Personenauswirkungen berücksichtigen,
Provider, Kunden oder Lieferanten über befugte Rollen einbinden,
Blockierungen, Routen, Zertifikate oder Zugänge kontrolliert ändern,
Wiederanlauf und Beobachtungsphase durchführen,
Ursache, Reichweite, Datenabfluss und Korrekturmaßnahmen bewerten.
Der Incident Response bleibt führend.
Notfallplanung berücksichtigt:
Ausfall von Internet, WAN, DNS, VPN, Firewall, WLAN und Cloud-Verbindungen,
Verlust zentraler Netzwerk- oder Sicherheitskomponenten,
Provider-, Strom-, Standort- und Personalabhängigkeiten,
alternative Kommunikations- und Administrationswege,
sichere reduzierte Betriebsmodi,
Ersatzkonfigurationen, Lizenzen, Schlüssel und Hardware,
kontrollierte Rückkehr zum Normalbetrieb,
Übungen mit bestätigten Wiederanlaufzielen.
Netzwerk- und Technikräume werden angemessen zoniert und geschützt.
Schränke, Patchfelder, Konsolen- und Managementports sind gegen unbefugten Zugriff gesichert.
Verkabelung wird gegen Beschädigung, Manipulation, Abhören und Umweltgefahren geschützt.
Trassen und Übergabepunkte kritischer Verbindungen werden dokumentiert.
Nicht benötigte Ports und Anschlüsse werden deaktiviert oder kontrolliert.
Besucher-, Dienstleister- und Wartungszugriffe werden begleitet und nachgewiesen.
Details regelt Physische Sicherheit .
Folgende Inhalte werden regelmäßig als Vertraulich oder strenger behandelt:
detaillierte Netzpläne, IP-Adressen und Routinginformationen,
Firewallregeln, Sicherheitsobjekte und Ausnahmen,
Managementzugänge, Schlüssel, Zertifikate und Notfallinformationen,
Schwachstellen, Sensorabdeckung und Erkennungsgrenzen,
Provider- und Kundenverbindungen,
OT-, Sicherheits- und Wiederanlaufarchitekturen.
Wiki-Seiten enthalten nur die für Zielgruppe und Zweck erforderlichen Details; operative Geheimnisse liegen in geschützten Systemen.
Bei Außerbetriebnahme werden:
Geschäftsbedarf, Abhängigkeiten und Kommunikation geprüft,
Routen, Regeln, DNS, Zertifikate, Konten und Monitoring entfernt,
Konfigurationen und erforderliche Nachweise archiviert,
Daten und Geheimnisse sicher gelöscht,
Geräte inventarseitig aktualisiert, zurückgegeben oder vernichtet,
Providerleistungen und Verträge beendet,
Dokumentation und Wiederanlaufpläne angepasst,
verbleibende Kommunikationswege auf Fehler oder Umgehung geprüft.
Ausnahmen werden nach Ausnahmen und Risikoakzeptanzen behandelt.
Sie enthalten mindestens:
betroffene Zone, Komponente, Regel oder Dienst,
Geschäftsgrund und Zeitraum,
Risiko, Bedrohungen und betroffene Anforderungen,
kompensierende Segmentierung, Filterung, Überwachung oder organisatorische Maßnahme,
Owner, befugte Genehmigung und Ablaufdatum,
Test, Review und Beendigungsnachweis.
Kontrolle
mögliche Stichprobe
Frequenz im Entwurf
Netzbestand
Geräte, virtuelle Komponenten, Dienste und Owner gegen Istzustand
mindestens jährlich und laufend
Zonen/Diagramme
Architektur gegen Routen, VLANs, Firewalls und Cloudregeln
mindestens jährlich und bei Änderung
Firewallregeln
Zweck, Owner, Minimalität, Nutzung, Ablauf und Freigabe
mindestens halbjährlich im Entwurf
Internetexposition
externe Erreichbarkeit gegen freigegebenen Bestand
regelmäßig
Fernzugriff
Nutzer, MFA, Gerät, Ziel, Zeit und Protokoll
regelmäßig
Netzwerkgeräte
Baseline, Patch, Backup, Logging und Administration
regelmäßig
Segmentierung
kontrollierte Erreichbarkeitstests
mindestens jährlich und bei Änderung
Web-/DNS-/E-Mail-Schutz
Testfälle, Abdeckung, Alarme und Ausnahmen
regelmäßig
Provider
SLA, Störungen, Änderungen, Nachweise und Exit
mindestens jährlich
Wiederanlauf
Restore, Failover, Ersatzweg und Notfallzugang
nach Kritikalität
Kennzahl
Definition
Ziel im Entwurf
erfasste Netzwerkkomponenten und Dienste
vollständig / identifiziert
Zielwert festzulegen
Zonen mit bestätigtem Owner und Schutzbedarf
bestätigt / relevante Zonen
Zielwert festzulegen
aktuelle Firewallregelreviews
fristgerecht / fällig
Zielwert festzulegen
Regeln ohne Owner/Zweck/Ablauf
Anzahl nach Kritikalität
0 kritische
unbekannte Internetexpositionen
Anzahl
0
konforme Netzwerkgeräte
Baseline-konform / geprüft
Zielwert festzulegen
gepatchte kritische Netzwerkkomponenten
fristgerecht / relevant
Zielwert festzulegen
vollständige Log-/Sensorabdeckung
abgedeckt / relevante Pfade
Zielwert festzulegen
rechtzeitig bearbeitete kritische Alarme
innerhalb Ziel / bestätigt
Zielwert festzulegen
erfolgreiche Segmentierungs-/Failovertests
bestanden / geplant
Zielwert festzulegen
Netzwerkstörungen
Dauer, Auswirkung und Ursache
Trend bewerten
Unbekannte Grundgesamtheiten werden nicht als 100-prozentige Abdeckung ausgewiesen.
ISO/IEC-27001:2022-Control
Beitrag dieser Seite
A.5.14 Informationsübertragung
kontrollierte Kommunikationswege und Netzwerkdienste
A.5.19 bis A.5.23
Provider-, Lieferanten-, Cloud-, Änderungs- und Exitsteuerung
A.7.12 Schutz von Verkabelung
physischer Schutz von Leitungen und Übergabepunkten
A.8.9 Konfigurationsmanagement
Baselines, Soll-Ist-Abgleich und Änderungen
A.8.15 bis A.8.17
Protokollierung, Überwachung und Zeitsynchronisation
A.8.20 Netzwerksicherheit
Architektur, Schutz, Betrieb und Überwachung
A.8.21 Sicherheit von Netzwerkdiensten
Serviceanforderungen, Provider, SLA und Nachweise
A.8.22 Trennung von Netzwerken
Zonen, Vertrauensgrenzen, Segmentierung und Tests
A.8.23 Filterung von Webzugriffen
risikobasierte Web- und Zielkontrolle
A.8.24 Kryptografie
Schutz von Kommunikationsverbindungen
Die verbindliche Anwendbarkeit und der Umsetzungsstatus werden im Statement of Applicability geführt. Diese Richtlinie allein belegt keinen umgesetzten Control.
Die Richtlinie unterstützt insbesondere:
Kapitel 4 Identitäts- und Zugriffsmanagement,
Kapitel 5.1 Kryptografie,
Kapitel 5.2 Betriebssicherheit,
Kapitel 5.3 Systembeschaffung und Änderungen,
Kapitel 6 Lieferantenbeziehungen,
Kapitel 1.6 Incident- und Krisenmanagement.
Verbindliche Bewertungsregeln:
Alle 46 Fragen des Reiters „Informationssicherheit“ werden einzeln umgesetzt und bewertet.
Keine dieser Fragen wird wegen einer SoA-Entscheidung pauschal als „nicht anwendbar“ behandelt.
Ein Netzplan oder Regelwerk belegt noch keine korrekte Konfiguration oder wirksame Segmentierung.
Reifegrad benötigt reale Konfigurationen, Regelreviews, Prüfungen, Alarme, Wiederanlauf- und Stichprobennachweise.
Referenz
Zusammenhang
RIS-2026-001
Netzwerkzugriff auf vertrauliche Kundenzeichnungen
RIS-2026-002
Ransomware, Segmentierung, EDR-Abdeckung und Wiederanlauf
RIS-2026-003
Cloud-Kommunikation, Provider und Ausfall
RIS-2026-004
externe Fernwartung und Dienstleisterzugriffe
RIS-2026-005
Datenabfluss und nicht kontrollierte Transferwege
RIS-2026-006
Netzwerkabhängigkeit von Sicherung und Wiederherstellung
RIS-2026-009
Standort-, Versorgungs- und Produktionsunterbrechung
RIS-2026-010
kritische Schwachstellen in erreichbaren Systemen
RIS-2026-013
IKT-Lieferkette und externe Dienste
RIS-2026-014
Phishing, schädliche Ziele und Kontoübernahme
M-002, M-004, M-010 und TISAX-M-010 bleiben offen, bis technische Umsetzung und Wirksamkeit belastbar nachgewiesen sind.
Prüfaspekt
Status am 23.07.2026
Sollregelung erstellt
Ja, als Entwurf
vollständiger Netz-/Dienstebestand
Nicht nachgewiesen
bestätigte Ist-Architektur
Nein
freigegebenes Zonenmodell
Nicht nachgewiesen
vollständige Kommunikationsmatrix
Nicht nachgewiesen
Firewallregelbestand und Reviews
Nicht geprüft
Internetexposition und externe Zugänge
Nicht vollständig geprüft
sichere Geräte-/Dienstekonfiguration
Nicht nachgewiesen
Logging, Monitoring und Alarmbearbeitung
Nicht nachgewiesen
Segmentierungs- und Wiederanlauftests
Nicht durchgeführt/nicht belegt
Provider-/Cloud-Anforderungen
Nicht vollständig geprüft
offene Maßnahmen wirksam abgeschlossen
Nein
fachliche Prüfung
Ausstehend
Geschäftsführungsfreigabe
Ausstehend
46 ISA-Informationssicherheitsfragen bewertet
Nein; 0 von 46
realen Bestand an Netzen, Komponenten, Diensten, Providern und Ownern erfassen
Soll-, Ist-, Übergangs- und Notfallarchitektur unterscheiden und bestätigen
Zonen, Vertrauensgrenzen und Schutzbedarf freigeben
Kommunikationsmatrix und Firewallregelbestand vollständig zuordnen
Internetexposition, Fernzugriffe und Herstellerverbindungen prüfen
WLAN-, Cloud-, OT-, IoT- und Gastnetze bewerten
sichere Konfigurationsbaselines und Patchfristen festlegen
DNS-, Web-, E-Mail-, Proxy- und Datenabflussschutz technisch prüfen
Logging, Sensorabdeckung, Alarme und Reaktionsziele operationalisieren
Providerverträge, SLA, Änderungen, Notbetrieb und Exit bestätigen
Segmentierung, Restore, Failover und Ersatzwege praktisch testen
M-002, M-004, M-010 und TISAX-M-010 nachweisbezogen bearbeiten
alle 46 ISA-Informationssicherheitsfragen bewerten
fachliche Prüfung und formale Freigabe dokumentieren
Prüffrage
Status Entwurf
Ist der reale Netz- und Dienstebestand vollständig?
Nein
Stimmen Diagramme, Inventar und Konfiguration überein?
Nicht geprüft
Sind Zonen und Vertrauensgrenzen risikobasiert bestätigt?
Nein
Sind Kommunikationsregeln minimal, begründet und aktuell?
Nicht nachgewiesen
Sind Internet-, Provider-, Cloud-, OT- und Gastzugänge kontrolliert?
Nicht vollständig geprüft
Sind Managementzugänge und privilegierte Konten geschützt?
Nicht nachgewiesen
Sind Baselines, Patches und Konfigurationssicherungen aktuell?
Nicht nachgewiesen
Sind Protokollierung, Sensorabdeckung und Alarmbearbeitung wirksam?
Nicht geprüft
Sind Segmentierung, Failover und Wiederanlauf getestet?
Nein
Sind Datenschutz und Mitbestimmung bei Filterung/Monitoring geprüft?
Ausstehend
Sind alle 46 ISA-Informationssicherheitsfragen bewertet?
Nein; 0 von 46
Liegen fachliche Prüfung und Geschäftsführungsfreigabe vor?
Nein
Version
Datum
Änderung
Erstellt/geändert durch
Freigabe
Freigabedatum
0.3
08.08.2026
NIS2-Register für Netz- und Informationssysteme als Architektur- und Scope-Schnittstelle ergänzt
IT-Leitung / Netzwerk / NIS2-Koordination
Ausstehend
–
0.2
06.08.2026
SVG-Titelgrafik ergänzt, Bildpfad auf /public-bilder vereinheitlicht und responsive Darstellung umgesetzt; keine Änderung der fachlichen Regelung
IT-Leitung und Netzwerkverantwortung
Ausstehend
–
0.1
23.07.2026
Netzwerk- und Kommunikationssicherheitsregelung mit Architektur, Segmentierung, Diensten, Betrieb, Monitoring und Wiederanlauf angelegt
IT / Netzwerk / ISMS
Ausstehend
–
Funktion
Name
Entscheidung
Datum
Netzwerkverantwortung
–
technische Prüfung ausstehend
–
IT-Leitung
–
betriebliche Prüfung ausstehend
–
Informationssicherheit
–
Sicherheitsprüfung ausstehend
–
Produktion/OT/BCM
–
Kritikalitäts- und Notfallprüfung ausstehend
–
Datenschutz/Recht/Einkauf
–
Filter-, Provider- und Anforderungsprüfung ausstehend
–
Geschäftsführung
–
Freigabe ausstehend
–
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