Leeres Musterverfahren – keine reale Standortbewertung: Diese öffentliche Beispielseite enthält keine Adressen, Lage- oder Gebäudepläne, Zutrittsdaten, Schlüssel- oder Alarmdetails, konkreten Versorgungswege, Autonomiezeiten, Schwachstellen, Kontakte oder Anbieterinformationen. Solche Angaben gehören in eine geschützte Ablage. Das Wiki führt Methodik, Verantwortungen, Status und kontrollierte Referenzen.
Drei Disziplinen, ein abgestimmtes Vorgehen: Informationssicherheit schützt Dienste, Systeme und Informationen. Business Continuity stellt Notbetrieb und Wiederanlauf sicher. Arbeits-, Brand- und Gebäudeschutz bewahren Menschen und Sachwerte. Die Bewertungen werden verbunden, ihre gesetzlichen und fachlichen Zuständigkeiten jedoch nicht vermischt.
| Feld | Wert |
|---|---|
| Dokumenten-ID | NIS2-REG-03-06 |
| Dokumentenart | Verfahrensbeschreibung und Registermodell für Standorte und unterstützende Infrastruktur |
| Wiki.js-Pfad | /NIS2/03-Assets-Prozesse-und-Dienste/Standorte-und-Infrastruktur |
| Verantwortlich | Standort-/Facility-Verantwortung, Dienst-Owner und BCM-/Notfallmanagement |
| Mitwirkende | Informationssicherheit, IT-/OT-Betrieb, Arbeitsschutz, Brandschutz, Einkauf und Datenschutz |
| Status | Entwurf – keine realen Standorte, Bereiche oder Versorgungswege bewertet |
| Version / Stand | 0.3 / 09.08.2026 |
| Schutzklasse | Wiki enthält Methodik und anonymisierte Muster; Detailregister und Sicherheitspläne geschützt |
| Rechtsbezug | insbesondere § 30 BSIG; abhängig von der Einrichtungsart zusätzlich Durchführungsverordnung (EU) 2024/2690 |
| Freigabe | Ausstehend; Scope, Kritikalitätsklassen, Mindestkontrollen, Testumfang und Ablage festzulegen |
Physische Standorte, Versorgung und Ausweichmöglichkeiten dienstbezogen bewerten und schützen. Eigene redaktionelle SVG-Grafik. Zum Vergrößern öffnen.
Ein Gedankenstrich bedeutet kein Messwert im Muster-Wiki. Er darf nicht als Null, vollständige Prüfung oder wirksame Kontrolle verstanden werden.
Ein produktives Cockpit nennt Stichtag, Scope, Grundgesamtheit, Datenquellen und Aussagegrenzen. Eine grüne Ampel ist nur zulässig, wenn Kriterium, Nachweis, Prüfergebnis und Fälligkeit festgelegt sind.
Die Kette wird vom relevanten Dienst aus aufgebaut. Erst dadurch wird sichtbar, welche Flächen und Versorgungselemente wirklich kritisch sind und ob die vorgesehene Ersatzlösung denselben Ausfallursachen ausgesetzt ist.
Das Verfahren soll nicht bloß Gebäude auflisten, sondern belastbar beantworten:
| Steuerungsfrage | Erwartetes Ergebnis |
|---|---|
| Wo werden relevante Dienste erbracht oder technisch unterstützt? | bestätigte Dienst-Standort-Zuordnung |
| Welche Räume, Anlagen und Versorgungen sind dafür notwendig? | Bereichs- und Abhängigkeitsmodell |
| Welche physischen und umgebungsbezogenen Gefahren bestehen? | standortbezogene Risikobewertung |
| Wo liegen Einzelpunkte oder gemeinsame Ausfallursachen? | Redundanz- und Konzentrationsanalyse |
| Wie lange kann der Dienst bei Versorgungsausfall fortgeführt werden? | begründete Autonomie- und Kapazitätsbewertung |
| Wie werden Zutritt, Wartung, Alarmierung und Änderungen gesteuert? | freigegebene Betriebs- und Kontrollverfahren |
| Welche Ersatz- und Ausweichoptionen funktionieren praktisch? | getestete Notbetriebs- und Wiederanlaufplanung |
| Woran wird die Wirksamkeit erkannt? | Prüfprotokolle, Kennzahlen, Abweichungen und Maßnahmen |
§ 30 BSIG verlangt für besonders wichtige und wichtige Einrichtungen geeignete, verhältnismäßige und wirksame technische und organisatorische Maßnahmen. Sie müssen dokumentiert sein, den Stand der Technik berücksichtigen und auf einem gefahrenübergreifenden Ansatz beruhen. Für Standorte sind besonders Risikoanalyse, Aufrechterhaltung des Betriebs, Lieferkettensicherheit, sichere Wartung, Wirksamkeitsbewertung und Zugriffskontrolle relevant.
Die Durchführungsverordnung (EU) 2024/2690 konkretisiert Anforderungen nur für die dort erfassten Einrichtungsarten. Sie behandelt unter anderem unterstützende Versorgungsleistungen, physische und umgebungsbezogene Bedrohungen, Sicherheitsperimeter, physische Zutrittskontrolle, Überwachung sowie regelmäßige Tests. Für andere Einrichtungen kann sie eine fachliche Orientierung geben, ohne automatisch unmittelbar anwendbar zu sein.
Der BSI-Baustein INF.1 „Allgemeines Gebäude“ betrachtet Gebäude einschließlich Strom, Wasser, Gas, Heizung und Kühlung sowie ihren Lebenszyklus. Je nach Infrastruktur können weitere BSI-Bausteine, etwa zu Rechenzentren, technischen Räumen, Verkabelung oder mobiler Arbeit, hinzukommen.
Diese Musterseite ist keine Rechts-, Bau-, Brand-, Arbeitsschutz- oder Versicherungsberatung. Konkrete Pflichten und technische Auslegung müssen durch zuständige Fachrollen geprüft werden.
| Standort-/Betriebsmodell | Typische Nutzung | Besondere Prüffrage |
|---|---|---|
| eigene Betriebsstätte | Verwaltung, Produktion, Betrieb | vollständige Verantwortung oder interne Schnittstellen? |
| gemietete Fläche | Büro, Werkstatt, Lager | welche Kontrollen liegen bei Vermieter oder Betreiber? |
| Mehrparteienobjekt | geteiltes Gebäude und Versorgung | gemeinsame Perimeter, Wege und Ausfallursachen? |
| Produktions-/OT-Standort | Fertigung, Steuerung, Qualität | sichere Abschaltung und Wiederanlaufreihenfolge? |
| Rechenzentrum/Serverraum | zentrale IT-Verarbeitung | Energie, Klima, Brand, Zutritt und technische Redundanz? |
| Colocation/Housing | fremdbetriebene Fläche für eigene Technik | Betreiberleistung versus eigene Systeme und Zugänge? |
| Cloud-/Hosting-Region | ausgelagerte technische Leistung | Standortbezug, Shared Responsibility und Nachweis-Scope? |
| Lager/Logistik | Material, Ersatzteile, Datenträger | Bestands-, Zugangs- und Lieferabhängigkeiten? |
| Ausweichstandort | Notarbeitsplätze oder Ersatzbetrieb | Verfügbarkeit, Kapazität und gemeinsame Risiken? |
| Remote-/mobiles Arbeiten | dezentrale Leistungserbringung | Mindesttechnik, Kommunikation, Schutz und Aktivierung? |
Ein Standort wird nicht allein wegen Eigentum oder Größe aufgenommen, sondern wenn er einen relevanten Dienst, ein dafür notwendiges System, Personal, Informationen oder eine wesentliche Versorgung unterstützt.
| Öffentlich beschreibbar | Nur geschützt zu führen |
|---|---|
| Methode, Rollen, Statuslogik und Prüfkriterien | Adressen kritischer Standorte und genaue Raumbezeichnungen |
| anonymisierte IDs und Musterzeilen | Lage-, Flucht-, Leitungs-, Zonen- und Schlüsselpläne |
| aggregierte Kennzahlen | Alarmcodes, Schließmedien, Zugangspunkte und Wachpläne |
| Referenz und Fälligkeit eines Nachweises | konkrete Schwachstellen, ungeschützte Wege und Autonomiezeiten |
| freigegebene externe Quellen | Betreiberkontakte, Verträge, Wartungszugänge und Sicherheitsberichte |
Das Wiki ist damit Steuerungsoberfläche, nicht der Tresor für operative Sicherheitsdetails.
| Rolle | Mindestaufgabe | Entscheidung/Nachweis |
|---|---|---|
| Geschäftsleitung | Schutzniveau, Ressourcen und wesentliche Restrisiken | dokumentierte Freigabe oder Risikoentscheidung |
| Dienst-/Prozess-Owner | Kritikalität, Mindestleistung und tolerierbare Unterbrechung | bestätigter Dienstbezug |
| Standort-/Facility-Verantwortung | Gebäude, Versorgung, Wartung, Prüfungen und Störungen | aktuelles Standortregister |
| Informationssicherheitsfunktion | physische und umgebungsbezogene Cyberrisiken bewerten | Sicherheitsbewertung und Maßnahmenstatus |
| BCM-/Notfallmanagement | Notbetrieb, Ausweichfähigkeit, Übungen und Wiederanlauf | Szenario- und Testplan |
| IT-/OT-Betrieb | Technikflächen, Anlagenabhängigkeiten und Wiederherstellung | technische Betriebs- und Prüfprotokolle |
| Einkauf/Lieferantenmanagement | externe Betreiber, Wartungspartner und Vertragsanforderungen | Vertrags- und Nachweisprüfung |
| Arbeitsschutz/Brandschutz | Personen-, Brand- und Alarmorganisation im Fachmandat | fachliche Freigaben und Prüfungen |
| Datenschutz/Betriebsrat | Video, Zutrittslogs und Personenbezug im jeweiligen Mandat | dokumentierte Beteiligung, soweit erforderlich |
Für jeden Standort werden Owner und Vertretung benannt. Eine RACI-Tabelle darf Verantwortung nicht durch viele Mitwirkende verwässern: Für Registerpflege, Risikoentscheidung, Notbetrieb und Maßnahmenabschluss muss jeweils eine eindeutige Stelle entscheidungsbefugt sein.
| Feldgruppe | Pflichtangaben |
|---|---|
| Identität | Standort-ID, Typ, Region/Land, Betriebsmodell, Betreiber, Status |
| Dienstbezug | relevante Dienste, Prozesse, Systeme, Informationen, Owner |
| Nutzung | Betriebszeiten, Mindestbesetzung, Fremdpersonen, kritische Zeitfenster |
| Bereiche | Bereichs-IDs, Schutzzone, Zweck, Übergänge und Verantwortliche |
| Versorgung | Energie, Klima, Wasser, Kommunikation, Brandtechnik, Gebäudeautomation |
| Gefahren | Natur, Umwelt, Nachbarschaft, Bau, Verkehr, Sabotage und Fehlbedienung |
| Resilienz | Redundanz, Unabhängigkeit, Kapazität, Autonomie, Ersatz und Ausweichweg |
| Betrieb | Wartung, Prüfung, Alarmierung, Bereitschaft, Störungen und Änderungen |
| Externe Parteien | Vermieter, Betreiber, Wartung, Versorger, Unterauftragnehmer |
| Nachweise | Referenz, Scope, Ergebnis, Schutzklasse, Prüfer, Datum und Fälligkeit |
| Governance | Owner, Vertretung, Freigabe, Restrisiko und nächste Überprüfung |
Standort-, Asset-, System-, Prozess-, Lieferanten- und Nachweisregister verwenden stabile IDs. Freitextnamen allein führen schnell zu Dubletten und unklaren Beziehungen.
| Dienst-ID | Primärstandort | notwendige Bereiche/Versorgung | Ersatzweg | Bewertungsstatus |
|---|---|---|---|---|
DIENST-M-01 |
ST-M-01 |
BER-M-02, Energie und Kommunikation |
ST-M-02 |
Muster – nicht bewertet |
DIENST-M-02 |
dezentral | Identität, Endgeräte, Internet | reduzierte Leistung | Muster – nicht bewertet |
Die Zuordnung beantwortet nicht nur „Wo steht der Server?“. Relevant sind auch Bedienpersonal, Leitstände, Identitätsdienste, Netzabschlüsse, Datenträger, Ersatzteile, Dokumentation, Lieferwege und externe Betriebsstellen.
| Klasse | Dienstwirkung | Erwartete Steuerung |
|---|---|---|
| S1 – kritisch | Ausfall kann relevanten Dienst kurzfristig erheblich beeinträchtigen | vertiefte Risikoanalyse, enges Monitoring, getestete Ersatz- und Alarmwege |
| S2 – wesentlich | Ausfall verursacht merkliche Einschränkungen innerhalb der Toleranz | regelmäßige Prüfung und vorbereiteter Notbetrieb |
| S3 – unterstützend | begrenzte Wirkung, zeitnah ersetzbar | dokumentierter Basisschutz und angemessener Review |
| Ungeklärt | Dienstbezug oder Ausfallfolge nicht belastbar bestimmt | keine positive Freigabe; Klärung mit Termin und Owner |
Die Einstufung folgt der Auswirkung auf Dienste und Schutzziele, nicht dem Immobilienwert. Ein kleiner Netzabschlussraum kann kritischer sein als eine große Verwaltungsfläche.
| Zone | Beispielhafte Nutzung | Steuerungsprinzip |
|---|---|---|
| Z0 öffentlich | Empfang, öffentlich zugängliche Fläche | Trennung von internen Bereichen und beaufsichtigte Übergänge |
| Z1 intern | allgemeine Arbeitsbereiche | Zutritt für Beschäftigte nach Aufgabe |
| Z2 kontrolliert | Archiv, Betriebsfläche, Labor | rollenbezogene Freigabe und Besucherbegleitung |
| Z3 besonders geschützt | Server-, Leit- oder Schlüsselbereich | minimale Berechtigung, Protokollierung, strengere Überwachung |
| Z4 technisch kritisch | hochkritische Betriebs- oder Sicherheitskomponenten | gesonderte Freigabe, Zwei-Personen- oder gleichwertiges Kontrollprinzip nach Risiko |
Zonenbezeichnungen sind Muster. Die Organisation definiert Übergänge, berechtigte Rollen, Begleitung, Aufzeichnung, Alarmierung und Notfallzugriff. Flucht und Rettung dürfen durch Sicherheitsmaßnahmen nicht beeinträchtigt werden.
| Phase | Kontrollfrage | Mindestnachweis |
|---|---|---|
| Antrag | Ist Aufgabe, Zone, Zeitraum und Genehmiger erkennbar? | genehmigter Antrag |
| Ausgabe | Wurde Medium eindeutig zugeordnet und sicher übergeben? | Ausgabenachweis |
| Nutzung | Werden besondere Zugänge und Auffälligkeiten angemessen überwacht? | Protokoll-/Ereignisreferenz |
| Review | Stimmen Rechte noch mit Rolle und Bedarf überein? | bestätigte Rezertifizierung |
| Änderung | Werden Wechsel, Verlust und Sperrung fristgerecht behandelt? | Ticket/Änderungsnachweis |
| Austritt | Sind digitale und mechanische Medien vollständig entzogen? | Abschlusskontrolle |
| Notfall | Ist Break-Glass-Zutritt begrenzt, protokolliert und nachgeprüft? | Notfallzugriffsprotokoll |
Generalschlüssel, Administrationsrechte für Zutrittssysteme, mechanische Rückfallebenen und gemeinsame Konten werden besonders kontrolliert. Ein vorhandenes Log ist nur dann nützlich, wenn Zweck, Aufbewahrung, Zugriff, Auswertung und Datenschutz geregelt sind.
| Fall | Vorher | Währenddessen | Abschluss |
|---|---|---|---|
| Besucher | Anmeldung, Identitäts- und Bereichsprüfung | Kennzeichnung und risikobasierte Begleitung | Abmeldung und Rückgabe |
| Wartungsfirma | Auftrag, Freigabe, Werkzeug-/Geräteklärung | begrenzter Arbeitsbereich, verantwortlicher Kontakt | Funktions-, Verschluss- und Alarmkontrolle |
| Lieferung | Zeitfenster und Übergabepunkt | Trennung von Schutzbereichen | Vollständigkeits- und Manipulationsprüfung |
| Entsorgung | Freigabe, Schutzbedarf, Dienstleisterprüfung | sichere Sammlung und Transport | Lösch-/Vernichtungsnachweis, soweit erforderlich |
Unbeaufsichtigte Arbeiten in kritischen Bereichen, nicht zuordenbare Medien und offenstehende Lieferwege sind als Abweichung zu behandeln.
| Ebene | Beispiele | Zu prüfende Abhängigkeit |
|---|---|---|
| externer Anschluss | Netzstrom, Telekommunikation, Wasser, Brennstoff | Anbieter, Übergabepunkt, regionale Konzentration |
| interne Verteilung | Schaltanlage, Kabelweg, Rohr, Verteiler | Trennung, Schutz, Kapazität, Wartung |
| Überbrückung | USV, Speicher, Puffer, zweiter Anschluss | tatsächliche Last, Dauer, Umschaltung |
| Ersatzversorgung | Generator, mobile Anlage, alternativer Carrier | Start, Kraftstoff, Anschluss, Personal, Vertrag |
| lokale Übergabe | PDU, Steckdose, Kühlkreis, Netzwerkport | Einzelpunkt, Kennzeichnung, Überwachung |
| Verbraucher | Server, OT, Sicherheits- und Gebäudetechnik | Priorität, Abschaltung, Wiederanlauf |
| Dienst | fachliche Mindestleistung | RTO/RPO, Mindestkapazität, Eskalation |
Jede Unterbrechungskette wird sowohl technisch als auch organisatorisch betrachtet. Eine Ersatzanlage ohne erreichbares Personal, Brennstoff, sicheren Anschluss oder getestete Umschaltung ist keine belastbare Redundanz.
| Prüffeld | Leitfrage | Möglicher Nachweis |
|---|---|---|
| Last und Reserve | Reicht die Auslegung für heutige und geplante Verbraucher? | Lastmessung und Kapazitätsbewertung |
| Umschaltung | Erfolgt sie automatisch/manuell und innerhalb der Diensttoleranz? | Funktions- oder Umschalttest |
| Autonomie | Welche reale Laufzeit besteht bei definierter Last? | begründete Berechnung/Test |
| Kraftstoff/Energie | Sind Bestand, Qualität, Nachlieferung und Lagerung geregelt? | Prüf- und Vertragsreferenz |
| Wartung | Sind Batterien, Generator, Schalter und Verteilung einbezogen? | Wartungsprotokoll |
| Priorisierung | Welche Lasten bleiben an, werden reduziert oder geordnet abgeschaltet? | Lastabwurf-/Notbetriebsplan |
| Alarmierung | Werden Ausfall, Überlast und Kapazitätsgrenze erkannt? | Alarmtest und Eskalationsweg |
Nennleistung und Herstellerangaben dürfen nicht ungeprüft als Autonomie des tatsächlichen Betriebs übernommen werden.
| Thema | Risiko | Mindeststeuerung |
|---|---|---|
| Temperatur/Feuchte | Überhitzung, Kondensation, Materialschaden | Grenzwerte, Sensorik, Alarm und Reaktion |
| Kühlung/Lüftung | Ausfall trotz verfügbarer IT-Stromversorgung | Abhängigkeiten, Redundanz, Wartung und Test |
| Wasserführung | Leckage, Rückstau, Sprinkler- oder Löschwasser | Lagebewertung, Detektion, Abschottung und Reaktion |
| Staub/Partikel | Beeinträchtigung von Technik und Sensorik | Umgebungsanforderung, Filterung und Reinigung |
| Rauch/Brand | Personen- und Betriebsschaden | Fachkonzept, Erkennung, Alarm, Löschung und Wiederanlauf |
| Gebäudeautomation | Fehlsteuerung oder Cyber-/Fernzugriffsrisiko | Owner, Segmentierung, Zugriff, Logging und Notbedienung |
Grenzwerte müssen zur eingesetzten Technik und Nutzung passen. Alarme benötigen erreichbare Empfänger, eindeutige Priorität, Reaktionszeit und Eskalation – auch außerhalb der Geschäftszeit.
| Prüffeld | Typische Scheinsicherheit | Belastbare Prüfung |
|---|---|---|
| zwei Internetanschlüsse | beide nutzen denselben Carrier oder Gebäudeeintritt | Carrier-, Trassen- und Übergabepunkt soweit möglich prüfen |
| Mobilfunk als Ersatz | gleicher regionaler Strom- oder Netzausfall | Netzabdeckung, Energieversorgung, Kapazität und Geräte testen |
| Notfalltelefonie | Kontaktdaten nur im ausgefallenen System | offline verfügbare, geschützte Kontakt- und Eskalationsliste |
| Fernzugriff | technische Verbindung vorhanden | Identität, MFA, Berechtigung, Protokollierung und Notbetrieb testen |
| Alarmübertragung | primärer Kanal fällt mit Standort aus | unabhängiger Übertragungs- und Empfangsweg nach Risiko |
Kommunikationsredundanz umfasst Sprach-, Daten-, Alarm- und Krisenkommunikation. Nicht jeder Kanal muss doppelt sein; entscheidend sind Dienstwirkung, Zeitbedarf und verhältnismäßige Ersatzwege.
Brandschutz wird mit zuständigen Fachrollen geplant. Die Informationssicherheitsbewertung ergänzt insbesondere:
Personenschutz und behördliche Vorgaben haben Vorrang. Das Cyber- oder BCM-Verfahren darf keine eigenständigen brandschutztechnischen Festlegungen ohne Fachverantwortung treffen.
| Gefahrenfeld | Beispiele | Mögliche Dienstwirkung |
|---|---|---|
| Natur/Wetter | Hochwasser, Starkregen, Sturm, Hitze, Kälte, Blitz | Standort- oder Versorgungsausfall |
| Umwelt | Wasserleck, Rauch, Staub, Schadstoff, Erschütterung | Technikschaden oder Räumung |
| Umfeld | Nachbarbetrieb, Baustelle, Verkehr, Gefahrgut, Demonstration | Zutritt, Versorgung oder Betrieb eingeschränkt |
| vorsätzlich | Einbruch, Diebstahl, Sabotage, Brandstiftung | Verlust, Manipulation oder Stillstand |
| unbeabsichtigt | Fehlbedienung, Baufehler, Kabeltrennung, Anstoß | plötzliche Unterbrechung |
| organisatorisch | fehlende Bereitschaft, Schlüssel, Ersatzteil oder Freigabe | verzögerte Reaktion/Wiederherstellung |
| gekoppelt | Stromausfall plus Mobilfunküberlastung plus Hitze | Kaskaden- und Mehrfachausfall |
Gefahren werden nicht als allgemeine Checkliste abgehakt. Für jeden relevanten Dienst sind Exposition, vorhandene Kontrollen, Restwirkung, zeitliche Entwicklung und erforderliche Behandlung zu bestimmen.
Historische Erfahrungswerte allein reichen nicht immer aus. Bewertet werden insbesondere:
| Entwicklung | Prüffrage |
|---|---|
| häufigere Hitzeperioden | Reichen Kühlleistung, Wartung, Energie und Notbetrieb bei längerer Belastung? |
| Starkregen/Hochwasser | Haben sich Gefahrenkarten, Entwässerung, Rückstau oder Zufahrten verändert? |
| Sturm/Unwetter | Sind Dach, Außenanlagen, Leitungen, Personal- und Lieferzugang betroffen? |
| Wasserknappheit | Gibt es technische oder prozessuale Abhängigkeiten von Wasser? |
| Netzbelastung/Energieknappheit | Sind Priorisierung, Lastreduktion und Wiederanlauf abgestimmt? |
| regionale Gleichzeitigkeit | Fallen Primär- und Ausweichstandort möglicherweise gemeinsam aus? |
Wesentliche neue Erkenntnisse werden als Trigger für Risiko-, Kapazitäts- und Notbetriebsreview erfasst.
| Behauptete Redundanz | Gemeinsame Ursache | Erforderliche Klärung |
|---|---|---|
| zwei Stromzuführungen | gleicher Trafo, Gebäudeeintritt oder Schaltpunkt | End-to-End-Verlauf und Umschaltung |
| zwei USV-Anlagen | gemeinsame Batterieumgebung oder Wartung | räumliche/technische Trennung und Lastpfad |
| zwei Datenleitungen | gleicher Carrier, Schacht oder PoP | Trassen- und Anbieterunabhängigkeit |
| zwei Kühlgeräte | gemeinsame Strom- oder Steuerung | Versorgung, Steuerung und Kapazität bei Ausfall |
| zwei Rechenzentrumsräume | gleiches Gebäude oder Gefahrengebiet | Standort- und Umweltunabhängigkeit |
| Primär- und Ausweichpersonal | gleiche Anreise, Region oder Spezialperson | Verfügbarkeit und Kompetenzvertretung |
| Cloud mit mehreren Zonen | eigene Fehlkonfiguration oder gemeinsame Identität | Architektur, Mandant, Daten und Kontrollpfad |
Redundanz wird durch Unabhängigkeit, ausreichende Kapazität, rechtzeitige Umschaltung und Test belegt. Die reine Anzahl von Komponenten ist kein Wirksamkeitsnachweis.
| Versorgung/Funktion | Ziel aus Dienstsicht | Bewertete Kapazität | Umschaltung | Teststatus | Ampel |
|---|---|---|---|---|---|
| Energie | festzulegen | nicht ermittelt | offen | kein Echtnachweis | ● ungeklärt |
| Kühlung | festzulegen | nicht ermittelt | offen | kein Echtnachweis | ● ungeklärt |
| Kommunikation | festzulegen | nicht ermittelt | offen | kein Echtnachweis | ● ungeklärt |
| Alarm/Überwachung | festzulegen | nicht ermittelt | offen | kein Echtnachweis | ● ungeklärt |
| Personal/Bedienung | festzulegen | nicht ermittelt | offen | kein Echtnachweis | ● ungeklärt |
Die Zielzeit wird aus Diensttoleranz und sicherem Betriebszustand abgeleitet. Bewertete Kapazität berücksichtigt reale Last, Degradation, Wartungszustand und verfügbare Bedienung. Ampelfarben sind erst nach genehmigten Kriterien zu ändern.
| Verantwortungsfeld | Eigene Organisation | Betreiber/Vermieter | Gemeinsam zu klären |
|---|---|---|---|
| Dienstkritikalität | festlegen | Informationen liefern | Auswirkung und Mindestleistung |
| Gebäude/Grundversorgung | Anforderungen benennen | betreiben gemäß Vertrag | Schnittstellen, Tests und Störungen |
| eigene Technik | installieren und betreiben | Zutritt/Umgebung ermöglichen | Wartungs- und Notfallzugang |
| Sicherheitszonen | eigene Bereiche steuern | Perimeter/gemeinsame Flächen | Übergänge und Besucherwege |
| Alarmierung | interne Eskalation | Betreiberalarm und Erstreaktion | Zeiten, Kontakte und Informationsinhalt |
| Nachweise | prüfen und bewerten | vereinbarte Nachweise bereitstellen | Scope, Einschränkungen und Maßnahmen |
| Ausstieg/Umzug | Plan und Daten-/Techniktransfer | Übergabe ermöglichen | Fristen, Rückbau, sichere Löschung |
Zertifikate und Prüfberichte werden auf konkreten Standort, Leistungs-Scope, Zeitraum, Ausnahmen und Kundenpflichten geprüft. Sie ersetzen weder die eigene Dienstbewertung noch die Prüfung der tatsächlichen Konfiguration und Ausweichfähigkeit.
| Bereich | Zusätzliche Fragen |
|---|---|
| Rechenzentrum | Lastpfade, Kühlkonzept, Brand, Zutritt, Ersatzteile, Betriebsorganisation und externe Abhängigkeiten |
| Server-/Netzraum | Zweckentfremdung, Ordnung, Wasser, Temperatur, Türen, Verkabelung und lokale Einzelpunkte |
| OT-/Produktionsbereich | sichere Zustände, Maschinen-/Anlagenabhängigkeit, Fernwartung, Wiederanlaufreihenfolge und Arbeitssicherheit |
| Leit-/Kontrollraum | Mindestbesetzung, Sicht-/Bedienmöglichkeiten, Kommunikation und Ersatzarbeitsplatz |
| Sicherheits-/Gebäudeleittechnik | Segmentierung, Identitäten, Fernzugriff, Zeitversorgung, Logging, Notbedienung und Wartung |
Ein Technikraum wird entsprechend seiner Dienstwirkung bewertet, nicht nach Raumbezeichnung. Detailanforderungen sind mit den einschlägigen technischen und betrieblichen Fachrollen festzulegen.
| Modell | Voraussetzung | Häufig übersehene Grenze |
|---|---|---|
| fester Ausweichstandort | Fläche, Technik, Daten, Zugänge, Personal und Aktivierung | gleicher Gefahrenraum oder zu geringe Kapazität |
| gegenseitige Nutzung | verbindliche Vereinbarung und Priorisierung | beide Parteien benötigen die Fläche gleichzeitig |
| mobiles Arbeiten | geeignete Geräte, Identität, Kommunikation und Datenschutz | Netzausfall, ungeeignete Prozesse oder fehlende Spezialtechnik |
| Cloud-/externes Ersatzsystem | Daten, Konfiguration, Lizenzen, Identitäten und Vertrag | nicht getesteter Import oder gemeinsame Abhängigkeit |
| reduzierte Leistung | priorisierte Kernfunktion, Personal und manuelle Verfahren | Rückstände, Integrität und kontrollierter Normalbetrieb |
| geordnete Abschaltung | Kriterien, Freigabe, Datensicherung und Wiederanlaufplan | Abschaltung verhindert oder verzögert Wiederanlauf |
Ausweichfähigkeit wird an einem Szenario mit Zielzeit und Mindestleistung getestet. Eine theoretisch verfügbare Fläche ohne aktuelle Technik, Daten, Berechtigungen oder Personal gilt nicht als betriebsbereit.
| Schritt | Kernfrage | Ergebnis |
|---|---|---|
| Erkennen | Welcher Sensor, Mensch oder Dienst meldet welches Ereignis? | klassifiziertes Signal |
| Verifizieren | Ist es real, wie groß ist der Scope, besteht Gefahr für Menschen? | bestätigte Lage und Sofortmaßnahme |
| Eindämmen | Welche Versorgung, Zone oder Technik muss gesichert werden? | begrenzte Auswirkung |
| Eskalieren | Wer entscheidet über Räumung, Notbetrieb, Abschaltung oder Krisenstab? | dokumentierte Entscheidung |
| Kommunizieren | Welche internen und externen Stellen benötigen welche Information? | abgestimmte Meldung |
| Wiederherstellen | In welcher Reihenfolge und unter welchen Freigaben? | kontrollierter Wiederanlauf |
| Nachbereiten | Ursache, Wirkung, Nachweis, Maßnahme und Meldeprüfung? | abgeschlossener Review |
Die Erreichbarkeit von Alarmempfängern, Zugang zum Standort, Offline-Kontakten und Entscheidungskompetenz wird regelmäßig geprüft. Ob ein Ereignis NIS2-/BSIG-meldepflichtig ist, wird im Vorfallverfahren anhand der konkreten Auswirkungen bewertet.
| Änderung | Vorabprüfung | Abschlussprüfung |
|---|---|---|
| Umbau/Bauarbeiten | Staub, Wasser, Strom, Trassen, Zutritt, Brand und Notausgänge | Schutz, Dokumentation und Alarmstatus |
| neue Anlage | Kapazität, Schnittstellen, Wartung, Cyber-/Fernzugriff | Abnahme und Baseline |
| Wartung | Freigabe, Ausfallfenster, Ersatz, Werkzeug und Personal | Funktion, Verschluss, Konfiguration und Logs |
| Versorgerwechsel | Leistung, Übergang, neue Abhängigkeit und Vertrag | Umschaltung und Erreichbarkeit |
| Standortwechsel | Dienstmapping, Transport, Daten, Zutritt und Exit | Vollständigkeit und Altstandortbereinigung |
| Außerbetriebnahme | Abhängigkeiten, Archiv, Medien, Schlüssel und Verträge | sichere Löschung/Rückgabe und Registerabschluss |
Wesentliche Änderungen lösen vor Produktivsetzung eine Risiko- und Kontinuitätsprüfung aus. Notfalländerungen werden nachträglich kontrolliert und dokumentiert.
Ergebnis: bestätigte Dienst-Standort-Matrix, keine bloße Gebäudeliste.
Ergebnis: betrieblich wirksames Bereichs- und Zutrittsmodell mit geschütztem Nachweis.
Ergebnis: nachvollziehbare End-to-End-Resilienz statt bloßer Komponentenanzahl.
Ergebnis: belegte Ausweichfähigkeit oder transparent dokumentierte Lücke.
| Status | Bedeutung | Zulässige Aussage |
|---|---|---|
| ● bestätigt | Felder vollständig, Owner bestätigt, Nachweis aktuell, keine überfällige wesentliche Abweichung | im definierten Scope geprüft |
| ● eingeschränkt | Lücke oder Bedingung vorhanden, kompensiert und terminiert | nur mit dokumentierter Einschränkung |
| ● kritisch | wesentliche Kontrolle, Kapazität oder Nachweis fehlt | Eskalation/Behandlung erforderlich |
| ● ungeklärt | Scope, Daten oder Kriterium nicht belastbar | keine positive Bewertung möglich |
„Bestätigt“ bedeutet nicht risikofrei. Der Status gilt nur für benannten Scope, Stichtag und Prüftiefe.
| Testart | Prüft vor allem | Erfolgsmaßstab |
|---|---|---|
| Dokumenten-/Kontaktprüfung | Aktualität und Erreichbarkeit | vollständige, offline erreichbare Informationen |
| Alarmtest | Erkennung, Übertragung und Reaktion | Signal innerhalb definierter Zeit bearbeitet |
| Zutrittsstichprobe | Berechtigungs- und Bereichsmodell | unberechtigte/überholte Rechte erkannt und behandelt |
| Wartungs-/Funktionsprüfung | technische Einsatzbereitschaft | Funktion innerhalb Grenzwert und ohne offene kritische Abweichung |
| kontrollierte Umschaltung | Ersatzpfad, Kapazität und Organisation | Mindestleistung in Zielzeit erreicht |
| Tischübung | Entscheidung, Kommunikation und Abhängigkeiten | Rollen handlungsfähig, Lücken erfasst |
| Ausweich-/Wiederanlauftest | End-to-End-Fähigkeit | vereinbarte Mindestleistung und Datenstand nachweisbar |
Tests werden risikobasiert geplant und dürfen Menschen, Umwelt oder Produktion nicht unkontrolliert gefährden. Ein Test ist erst nach Auswertung, Maßnahmenzuordnung und erforderlicher Wiederholungsprüfung abgeschlossen.
Eine außerplanmäßige Neubewertung wird unter anderem ausgelöst durch:
| Standort-ID | Modell | Dienstbezug | Kritikalität | Hauptabhängigkeit | Ersatzweg | Status |
|---|---|---|---|---|---|---|
ST-M-01 |
eigene Betriebsstätte | DIENST-M-01 |
ungeklärt | Energie/Kommunikation | ST-M-02 |
Muster – offen |
ST-M-02 |
Ausweichfläche | DIENST-M-01 |
ungeklärt | Personal/Identität | mobiles Arbeiten | Muster – offen |
ST-M-03 |
externer Technikstandort | DIENST-M-02 |
ungeklärt | Betreiber/Versorgung | nicht bestimmt | Muster – offen |
Die Zeilen sind keine Empfehlung und kein Umsetzungsnachweis. In der produktiven Fassung werden sensible Detailfelder durch geschützte Referenzen ersetzt.
Für die operative Wiki.js-Umsetzung sind folgende Ansichten sinnvoll:
| Baustein | Filter/Anzeige | Nutzen |
|---|---|---|
| Standort-Cockpit | Kritikalität, Owner, Review, offene Abweichung | Managementprioritäten |
| Dienst-Standort-Matrix | Dienst, Primär-, Unterstützungs- und Ausweichstandort | Scope-Vollständigkeit |
| Versorgungs-Explorer | Energie, Klima, Kommunikation, gemeinsame Ursache | technische Abhängigkeiten |
| Fälligkeitsliste | Wartung, Zutrittsreview, Alarm- und Umschalttest | operative Steuerung |
| Ausweichfähigkeits-Ansicht | Zielzeit, Kapazität, letzter Test, Restlücke | BCM-Entscheidungen |
| Nachweis-Explorer | Nachweistyp, Scope, Schutzklasse, Fälligkeit | Auditvorbereitung ohne Offenlegung |
Eine interaktive Fassung sollte Filter zurücksetzen können, eine sichtbare Ergebnisanzahl anzeigen und ohne JavaScript mindestens die vollständige Tabelle lesbar lassen. Sensible Detaildaten werden nicht clientseitig in einer öffentlichen Seite verborgen, sondern gar nicht ausgeliefert.
| Kennzahl | Aussage | Notwendiger Kontext |
|---|---|---|
| Anteil relevanter Dienste mit bestätigter Standortzuordnung | Scope-Vollständigkeit | bekannte Grundgesamtheit und Stichtag |
| kritische Standorte ohne bestätigten Owner | Verantwortungsrisiko | Kritikalitätsdefinition |
| überfällige Zutritts-/Versorgungs-/Alarmreviews | Steuerungsdisziplin | Fälligkeit und Risikoklasse |
| offene gemeinsame Ausfallursachen | Resilienzrisiko | betroffene Dienste und Zieltermin |
| getestete Ausweichszenarien | Testabdeckung | Ergebnis und erreichte Mindestleistung |
| standortbedingte Dienstunterbrechungen | reale Betriebswirkung | Dauer, Ursache, Dienst und Trend |
| Maßnahmen über Fälligkeit | Behandlungsrisiko | Schwere, Owner und Eskalation |
„100 % getestet“ ist ohne Szenario, Prüftiefe und Ergebnis irreführend. Managementberichte trennen Abdeckung, Erfolg, Restabweichung und akzeptiertes Risiko.
| Nachweisart | Öffentliche/Wiki-Angabe | Geschütztes Original |
|---|---|---|
| Standort-/Zonenplan | Referenz, Owner, Version, Status | Plan mit räumlichen Details |
| Versorgungsdiagramm | Referenz und geprüfter Scope | Trassen, Schalter, Übergabepunkte |
| Zutrittsreview | Datum, Ergebnisstatus, nächste Fälligkeit | Personen, Rechte und Stichproben |
| Wartungs-/Prüfprotokoll | Anlage-ID, Ergebnis, Abweichungsstatus | Messwerte, Techniker- und Anlagendetails |
| Alarm-/Umschalttest | Szenario, Ergebnis, Maßnahme | Ablauf, Kontakte, genaue Schwachstellen |
| Betreiber-/Versorgervertrag | Vertragstyp, Laufzeit, Reviewstatus | Konditionen, Kontakte und Sicherheitsanhänge |
| Risiko-/Ausweichbewertung | Status, Owner, nächste Prüfung | Bedrohungen, Kapazitäten und Restrisiken |
Nachweise werden unveränderbar oder nachvollziehbar versioniert, zugriffsgeschützt, auffindbar und mit Aufbewahrung geregelt. Das Wiki enthält keine scheinbaren Links auf nicht freigegebene Dateien.
| Fehlannahme | Warum sie riskant ist | Bessere Steuerung |
|---|---|---|
| „Das Gebäude ist versichert.“ | Versicherung verhindert keinen Dienstausfall | Prävention, Notbetrieb und Wiederanlauf prüfen |
| „Wir haben einen Generator.“ | Last, Start, Kraftstoff, Umschaltung oder Personal können fehlen | vollständige Versorgungskette testen |
| „Zwei Leitungen sind redundant.“ | gemeinsame Trasse oder Carrier möglich | End-to-End-Unabhängigkeit bewerten |
| „Der Vermieter ist verantwortlich.“ | eigene Dienst- und Kundenpflichten bleiben | Schnittstellen vertraglich und praktisch klären |
| „Das Rechenzentrum ist zertifiziert.“ | Scope, Zeitraum und Kundenkontrollen können abweichen | konkreten Bericht und eigene Konfiguration bewerten |
| „Homeoffice ist unser Ausweichstandort.“ | Prozesse, Technik, Identität oder Netze können fehlen | realistisches Mindestbetriebsszenario testen |
| „Keine Vorfälle bedeutet wirksam.“ | fehlende Ereignisse belegen keine Kontrolle | geplante Tests und messbare Kriterien nutzen |
| Thema | Interne Seite |
|---|---|
| relevante Dienste | Relevante Dienste und Prozesse |
| Systeme und Komponenten | Netz- und Informationssysteme |
| Abhängigkeiten und Konzentration | Kritikalität und Abhängigkeiten |
| externe Betreiber und Cloud | Externe Dienste und Cloud |
| Risiko | NIS2-Risikomethodik |
| Maßnahmen | Risikobehandlungsplan |
| Nachweise | Nachweisregister |
| Wirksamkeit | Wirksamkeitsprüfung |
| ISMS-Standorte | Standorte und Sicherheitsbereiche |
| physischer Schutz | Physische Sicherheit |
| Notfallvorsorge | Notfallvorsorge und BCM |

| Version | Datum | Änderung | Freigabe |
|---|---|---|---|
| 0.3 | 09.08.2026 | Vollständiges Standort- und Infrastrukturverfahren mit Cockpit, visueller Steuerungskette, Dienstmapping, Zonen, Versorgung, gemeinsamen Ausfallursachen, Autonomie, Ausweichbetrieb, vier Prüfpfaden, Ampellogik, Tests, Nachweisen und Qualitätsgate erstellt | Ausstehend |
| 0.2 | 08.08.2026 | Rollen, Sicherheitszonen, Versorgung, Gefährdungen, Fremdstandorte, Notbetrieb, Tests und Freigabekriterien fachlich vertieft | Ausstehend |
| 0.1 | 08.08.2026 | Leere Musterstruktur für Standorte und Infrastruktur erstellt | Ausstehend |